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Dschungel, Wüste – Hauptsache Italien

2. August 2014

Man brauchte eine Menge gedachter Anführungszeichen um die Situation angemessen zu beschreiben. Zumindest soweit es Khalb betraf. Obwohl er ziemlich sicher war, dass Sergeant Morrisen und Master Sergeant Blex (wenn er nicht im Heilkoma läge) Ähnliches sagen würden. Jetzt waren sie also „gerettet“, alles war „in Ordnung“, man würde sie „belobigen“ (er musste immer noch darüber grinsen, dass die Imperialen Schleifchen bekommen würden) und Illjana war wieder „seine Freundin“.

Besonders letzteres war schwer zu glauben.

Aber auch nicht irrer als der Rest. Das aus dem Nichts auftauchende Gunship, der sehr gut gelaunt aussehende Lieutenant Thun, der Doc in sauberer Uniform, der, statt von Einheimischen entführt zu sein, geschäftig seine Instrumente aus dem Bauch des Gunship trug.

Und dann die beiläufige Order, Illjana wieder freizulassen, welche sie bisher in der dunkelsten Ecke eines Restzeltes (die Gundarks hatten nicht viel übrig gelassen) angekettet hatten. Einfach so. Belobigung für Miss Karamasowa. Fein gemacht. Was hatte sie fein gemacht? Khalb zu vergiften? Die anderen gegeneinander zu hetzen? Ja, genau das.

Illjana hate versucht, Khalb alles zu erklären, kaum dass Captain Trace ihre Handschellen aufgeschlossen hatte.

Alles, restlos alles hier sei nichts als eine Übung gewesen. Von der EMP-Mine auf die das Shuttle gelaufen war bis zu ihrem „Verrat“ (böse Anführungszeichen!). Alles völlig kontrolliert. Nur durfte das natürlich niemand wissen.

Für Khalb war diese Erklärung so imperial wie es nur ging. Nur die brachten es fertig, ihre Krieger mit so massivem Aufwand zu täuschen, nur um sie zu trainieren. Nur die überwachten wachsende Verzweiflung (nicht bei den mandalorianischen Söldnern, die waren im Dschungel ziemlich aufgelebt, aber dem Rest hatte man den Streß immer mehr angemerkt) und nur die bestimmten „Verräter“, um die Lage weiter anzuheizen.

Khalb hätte fast „das ist völig krank“ gesagt, wenn es ihn nicht im Grunde gar nicht überraschen würde. So waren sie eben. Man hing mit drin, wenn man einen Söldnervertrag hatte. Und den hatte er, obwohl er ihn nicht selbst unterschrieben hatte.

Naja, vorbei war vorbei. Er hatte Spaß an der Jagd gehabt. Das einzig wirklich Unangenehme war, dass er sich von Illjana so hereinlegen hatte lassen. Das kam davon, wenn man nicht-Mandalorianer so nah an sich heran ließ. Die verrieten einen nur. Ob er Illjana jemals wieder vertrauen würde? Schwer zu sagen.

Jetzt waren sie erst einmal auf Hoyjan 2 gelandet. Ihrem eigentlichen Ziel. Wüste. Sandwüste. Dünen. Eigentlich richtig hübsch. Es schien eine neue Sorte riesiger Echsen zu geben. Vielleicht konnte Khalb mit Garrm noch einmal auf die Pirsch gehen, bevor sie wieder gen Jaguada aufbrechen würden … um Schleifchen zu bekommen.

Schleifchen!

Khalb hatte sich vor Lachen kaum auf dem Shuttlesitz halten können, als Lieutenant Thun im Anflug auf den Wüstenplaneten den Soldaten zunächst die Hintergründe des „Absturzes“ erläutert und dann stolz hinzugefügt hatte, dass alle imperialen Soldaten zurück auf Jaguada ein Ribbon bekämen.

Zum Glück bliebe das den Mandalorianern erspart.

Schleifchen, wayiii!

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OOC: Jetzt ist der Survival-Plot also fast zu ende. Die Soldaten sind in Sicherheit und es gab keine Toten, wenn auch Calvin einen freundlichen Schädelbasisbruch kultiviert. Das einzige Opfer scheint die Freundschaft zwischen Khalb und Illjana zu sein. Aber auch das kann sich wieder einrenken.

Genthri hat um Feedback zum Plot gebeten, also gebe ich das mal: Ich hatte Spaß! Von Anfang bis Ende. Es war ein sehr durchgehender Bogen und nicht vorhersehbar. Das gefiel mir. Natürlich kann man auch Genthris Engagement nicht genug loben. Er hat sich wirklich ein Bein für uns ausgerissen Respekt! Ich mag Action-Plots, ich mag Jagd und Kampf – deshalb spiele ich schließlich Mando. Von daher – jederzeit und immer wieder!

Und damit es nicht zu lobhudelig wird ein bißchen Kritik: Einen Co-SL hätte das Ganze vertragen. Dann wäre Genthri entlastet gewesen und die Leute, die nach 22 Uhr noch etwas Relevantes tun wollten, hätten das können. Was natürlich für Frühaufsteher wie mich noch mehr Inhaltsverlust bedeutet hätte aber ich sehe da mal das große Ganze.

Außerdem war es mir noch zu sehr „Un-Involved in Africa„. Mein ewiger Kampf damit, dass ich Soldaten-RP gern mit viel weniger Exerzieren, Bürokratie, Tittenheftchen-Befehlen und Kadavergehorsam sehen würde und mir statt dessen mehr Gelassenheit, Coolness, Selbständigkeit in der Handlung und Brutalität wünschen würde. Klar, das ist nicht „realistisch“ – aber hey, wir spielen eine Space Opera. Da kann man doch mal eher U96, Afrikacorps oder auch M*A*S*H sein als eine Werbebroschüre für organisierte Balkanreisen. Aber das ist ein generelles Thema, zu dem ich mir entweder im Rahmen des Komplexes „Söldnervertrag“ noch Gedanken machen und diese zur Diskussion stellen werde oder es als „Friss Vogel, oder stirb“ annehmen muss. Geisterfahrertheorie.

Abschließend also: Es war klasse! Eine Woche voll gutem RP, Spannung und Spaß.

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