Ein schwieriges Alter

17. August 2014

Irgendwie geht mir mit dem Blog langsam die Luft aus. Vier Jahre sind eine lange Zeit um etwas mehr oder minder regelmäßig zu betreiben. Vielleicht ist die Lustlosigkeit aber auch nur eine Phase und ich wende mich irgendwann (TM) wieder voller Energie einem nahezu täglichen Postrhythmus zu.

Die mangelnde Freude am geschriebenen Wort ist in diesem Fall aber nicht das eigentliche Postthema. Vielmehr geht es um meine Probleme mit Khalb.

Der Junge ist jetzt vierzehn, pubertiert gewaltig und ist ein Kindersoldat. Er steckt mitten in einer schwer abgedrehten und bis zum Anschlag bürokratisch-faschistischen Gesellschaft fest, während er ganz im Geiste einer militaristischen proto-Stammesgemeinschaft erzogen wird. Das allein sollte genug sein, diesen Charakter als „nicht gerade einfach zu spielen“ zu kategorisieren. Habe ich bisher hinbekommen, in dem ich ihn als eher einfaches Gemüt dargestellt habe, das versucht, aus jeder Situation für sich Spaß zu ziehen.

Aber seit einiger Zeit wird das zunehmend schwieriger. OOC hängt es daran, dass ich mit dieser ganzen Jaguada-Sache nicht klarkomme. Ich mag die engen Strukturen der Gilde und betrachte andere Menschen, die nicht direkt zur eigenen Horde (Ugga!) gehören, prinzipiell erst einmal als feindlich (ganz und allein mein Problem. Ich weiß, ich weiß). Hinzu kommt, dass ich zu den Action-Plot-Spielern gehöre (Ach neee, sach bloooß!) und mit Ambiente-RP nur sehr wenig anfangen kann. Meetings, Übungen, Exerzieren, allgemeines Besprechen und Bundeswehr-RP sind für mich Garanten für Unwohlsein und der Schlüssel zu aggressivem Fehlverhalten meinerseits.

So bilden OOC-Missmut und IC-Problematik (dass ein jung-mando’ad Herumsitzen und Üben nicht erträgt, wenn draußen in der Galaxis ein Krieg tobt, liegt in der Natur der Sache. Und dass er mit Illjanas „Verrat“ auf dem Silbertablett serviert bekam, dass im Imperium nie etwas das ist, was es zu sein scheint und Vertrauen dort praktisch nicht stattfinden kann) ein übles Gemenge, das mir Khalb nicht eben einfacher und schöner zu spielen macht.

Ich mag den Charakter sehr. Er ist und bleibt mein Main-RP-Char und ich möchte ihn nicht in eine Sackgasse manövrieren. Eine Lösung ist auch in der Mache … aber wird sie ihn wirklich retten? Was bringt mir eine Lösung, wenn er sich im Charakter so sehr verändert hat, dass sowieso keiner mehr in seine Nähe möchte, weil er doch nur um sich beißt? Die Ereignisse folgenlos an ihm abprallen zu lassen fände ich nicht richtig. Was soll RP, wenn man den Charakter nicht weiterentwickelt? Dann ist es nur eine ewige Sitcom-Wiederholung mit Lachern aus der Konserve.

Viele Fragen. Ich muss sie irgendwie für mich beantworten.

Ich mag die Gilde. Ich mag das RP. Und ich mag meinen kleinen mando’ad.

Das muss zu packen sein. Irgendwie.

Demnächst wieder IC-Berichte. Ich bin mit allen Chars in Plots aber mir fehlt die Muße und die Kreativität, daraus geschriebenes Wort zu stricken.

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