… heiter die Kunst

4. Oktober 2014

Dieses Bild hat nichts mit dem Beitrag heute zu tun. Es ist nur Dekoration: Klein-Republik-Ghurab. Mitlerweile ist er auch schon größer. Deshalb jetzt weiter in der Story …

Es ist nicht ernst geworden in dieser ersten Nacht damals über Korriban. Und es ist nicht ernst geworden als wir zusammen im Blasterfeuer standen. Nichtmal als der Parasit auftauchte wurde es wirklich ernst. Also .. richtig. Aber jetzt. Jetzt ist es ernst.

Es ist ernst, weil es mitten in der Nacht ist und ich in ihrem Bett liege. Mein langsam vor sich hin heilendes Bein zieht etwas, aber das ist ein gutes Zeichen. Die Speeder weit draußen auf dem Expressway vor dem Fenster werfen unregelmäßige weiße und rote Lichter auf uns. Neben dem Bett klappert ein Becher Wasser, als ich mich umdrehe und mit der Hand daran stoße.

Sie seufzt im Schlaf.

Es ist ernst.

Ich bin hier. Nicht in meiner Kammer. Es ist kein Spaß mehr, kein heftiges, hartes Spiel nach dem wir uns zunicken und dann jeder in sein Zimmer geht. Das ist verdammt ernst.

Oder bilde ich es mir nur ein?

Sie weiß, wie wichtig mir der Abstand ist. Dass ich mich nicht binde, dass ich frei bin. Aber sie hat mich darum gebeten, heute Nacht bei ihr zu bleiben.

Es ist die Nacht nach meiner Rückkehr von Jaguada. Meine erste Nacht außerhalb der Krankenstation. Und für sie die zweite Nacht nach dem Kampf beim Fest in Kaas City. Ein dämlicher Kampf bei einem dämlichen Ereignis. Wir sind keine Gladiatoren, die die Massen billig unterhalten sollen. Wir sind Sith. Unsere Klingen sind Teil unseres Körpers; der Konflikt der lebendigen Macht durchdringt uns in jeder Faser. So etwas stellt man nicht zur Schau um gelangweilte Bürger auf patriotische Linie zu bringen. Wir sind Mord und Blut, man richtet uns gegen den Feind und wir sind frei wenn wir töten.

Wer auch immer sie dazu gebracht hat, gegen diese andere Sith zu kämpfen, hat das nicht verstanden. Kein Wunder, dass sie neben sich ist.

Wir brechen bald nach Alderaan auf. Dort werde ich mich wieder hochtrainieren. Denn mir steht die Prüfung bevor. Nach der ich wirklich Bladeborn sein werde. Ein neues Schwert. Die erste Klinge will mich sehen. Sie will mich prüfen und dann entscheiden, ob ich gut genug bin. Natürlich bin ich das. Ich habe nur mit einem Vibroschwert gekämpft und gesiegt. Mehr als zehn Lichtschwertträger habe ich trotz ihrer überlegenen Waffen getötet. Ich habe überlebt und das ist alles, was sie wissen muss.

Ich habe Meister Concabille gesagt, dass ich niemandes Anerkennung brauche. Das ist gelogen. Ich will irgendwann sehen, dass mein Vater begreift, dass ich keine nutzlose Genreserve bin. Aber ich will darüber hinweg. Ich will frei sein. Frei von diesen Erwartungen. Ich will nur noch mir selbst Rechenschaft ablegen. Ich will frei sein, den Wegen der Macht in Kampf und Leidenschaft zu folgen. Ohne Rücksicht nehmen zu müssen (das wird nicht klappen).

Vielleicht nicht ganz. Aber wie sie mir sagte .. Freiheit ist nur so real wie die Freiheit des anderen an deiner Seite. Sie ist die andere.

Aber trotzdem werde ich die Klingenmeisterin treffen. Nicht für diese Rattataki sondern für mich.

Und dann wieder Alderaan. Sie hat mir noch ein wenig von ihrer Familie erzählt. Von Sheysas „böser Stiefmutter“, die nur eine Sklavin war. Von allem, was sich aus Pflichtgefühl und Eigensucht so ergeben kann. Und mir jucken jetzt wirklich langsam die Knöchel und wollen in das Gesicht dieses alten Bocks Farraan Garrde. Wäre nicht gut für das politische Klima, würde mir aber immens gefallen. Schön auf die Zwölf und das befriedigende Knacken seines Nasenknorpels. Hübsch.

Habe ich akzeptiert, dass es ab jetzt ernst ist? Dass es kein anderer Leute Problem gibt, wenn es sie betrifft?

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