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Wolle Rose/Medikamente/Hühnerfüße/Organe kaufe?

6. Oktober 2014

Als Garrm seinen Holokommunikator aus der Gürteltasche zog und die Kontaktdaten des Hutten eingab, hielt Khalb den Atem an. Soviel konnte jetzt schief gehen. Oder klappen.

Soviel war heute schon schief gegangen aber noch viel mehr hatte heute geklappt. Und wenn man´s genau nahm war dieser ganze Spezialauftrag bisher ein einziger Abenteuerurlaub – soweit es die zwei mando’ade betraf. Ob Sergeant Morrisen das genauso sah? Khalb war vor Stolz bestimmt zehn Zentimeter gewachsen, als sie ihm gesagt hatte, dass er viel reifer wirken würde als Garrm.

Aber vom Anfang…

Sie hatten Nar Shaddaa am frühen Abend erreicht, nachdem sie auf Nal Hutta Hinweise auf den Hutten Bajuur erhalten hatten, der den „Lindwurm“ – den gesuchten Terroristen –  angeblich beschäftigen sollte. Für Khalb war der glitzernde, bunte, dreckige, vollgestopfte Mond der absurdeste Ort an dem er je gewesen war. So viele unterschiedliche Wesen! Leuchtreklame groß wie Schlachtkreuzer. Überall schmierige Händler. Geschrei in tausend Sprachen. Es war atemberaubend. Der junge Krieger hatte zwar irgendwie tief unten im Gedächtnis, dass er wohl schon einmal auf einer Nar Shaddaa sehr ähnlichen Stadtwelt gewesen war – aber seine leiblichen Eltern waren wie es schien ziemlich viel durch die Galaxis gezogen, da sich in seinen frühkindlichen Erinnerungen monströse Häuserschluchten mit himmelhohen Bäumen und weiten, salzglitzernden Ebenen vermischten, bevor mit Keska die ersten  konkret zuzuordnenden Bilder erschienen.
Ja, sicher – auch Kaas City war riesig. Aber die dunklen Wolkenkratzer, die mit ihren bannerbehängten Glasfronten die Blitze der ewigen Gewitter fingen waren etwas anderes als das hier. In Kaas City ging es darum, möglichst effizient und unauffällig zu sein. Die Bürger waren Musterbeispiele für Ruhe, Ordnung und Servilität. Hier dagegen wollte alles und jeder die Besucher unterhalten, ihnen etwas (in der Mehrzahl der Fälle Drogen oder Sex) verkaufen, diverse Organe klauen und die Reste dann über die Brüstungen der himmelhohen Promenaden werfen. Und die Reihenfolge war nicht einmal besonders festgelegt.

Aber nicht nur Khalb hatte den Mund nicht mehr zubekommen (was man aber dank seiner buy’ce nicht sehen konnte) – auch Garrm war zunächst kaum von den Sehenswürdigkeiten wegzubekommen gewesen. Speziell den Sehenswürdigkeiten am verlängerten Rücken von knapp bekleideten Twi’lek-Ladies, die vor keimigen Cantinas im wimmelnden Besucherstrom nach zahlungskräftigen Gästen fischten.

Sergeant Morrisen war hingegen wohl nicht zum ersten Mal auf dem Schmugglermond und hatte sich nur seufzend eine Kapuze tief ins Gesicht gezogen und war mit den beiden mando’ade im Schlepptau zu Bajuurs Geschäftshaus gegangen.
Noch ein erstes Mal – ein Hutte live und in Farbe. Niemand hätte Khalb auf den Geruch vorbereiten können (wieder ein Dank an die buy’ce samt Atemfilter) und … alles. Schleim, zappelnde Dinge in den winzigen Huttenhändchen …

Trotzdem hatte Khalb sich voll konzentriert. Er hatte alles zusammengekratzt, was er von seiner Schwester an vornehmen Worten gelernt hatte und konnte so tatsächlich erreichen, dass Bajuur ihnen einen Auftrag gab, der sonst an den Lindwurm gegangen wäre.

Sie sollten im Duros-Slum-Sektor eine Kiste mit medizinischen Versorgungsgütern (wahrscheinlich Drogen) von einem Händler zu einer von Bajuur betriebenen kleinen Straßen-Med-Station eskortieren. In der Vergangenheit hätten sich hier Überfälle der örtlichen Gangs gehäuft, weswegen bewaffnete Begleitung unerlässlich sei.

Die Beschreibung klang danach, dass alle zehn Meter Verbrecher hinter Hausecken hervorspringen könnten.

Dementsprechend angespannt machte man sich auf den Weg. Sergeant Morrisen vorneweg, dann der unter den schweren Transportkisten langsam noch röter anlaufende Garrm und Khalb am Ende nach hinten absichernd.

Aber nichts geschah. Ein paar Betrunkene, eine Schlägerei am Straßenrand – sonst nichts. Unbehelligt kamen sie bei dem nur von einem Medidroiden besetzten Klinik-Verschlag an.

Und der war verdammt verwundert, denn anscheinend hatte es bisher nie Probleme geben (hatte der Hutte gelogen oder der Lindwurm Bajuur verarscht?), weshalb ihm eine drei-Mann-Eskorte extrem überdimensioniert vorkam.

Das machte Khalb stutzig. Und der Droide wollte mit den Speicherdaten zum Lindwurm nicht herausrücken … also, was konnte man tun?

Garrms natürliches Talent, sich Freunde zu machen, nutzen!

Der junge Zabrak war einem Ruf der Natur (noch so ein toller Ausdruck aus den Büchern!) gefolgt und hatte friedlich in eine Ecke gepinkelt, als plötzlich zwei halb verwilderte Akk-Hunde aufgetaucht waren und in ihm leichte Beute sahen.

Garrm folgte Khalbs „Bring sie hier rüber!!“ und zog die beiden blutrünstigen Bestien zum Droiden, dem Sergeant Morrisen dann im richtigen Moment den Stecker zog und Khalb schnell den Speicher kopierte. Das Durcheinander mit den Hunden war überzeugend genug, dass dabei ein Droide schon einmal kaputt gehen konnte. Gar nicht zu reden davon, dass Garm auch ordentlich abbekam. Khalb erlegte den kleineren der Angreifer und half dann Garrm mit korrekt und schnell ausgeführter medizinischer Erstversorgung (sein vod bekam fast gar kein Koltospray in den Mund!).

Die Daten hatten sie also, die Spuren waren verwischt. Blieb nur noch, den Hutten von den Hunden und dem kaputten Droiden zu informieren, damit ihnen niemand Unprofessionalität nachsagen konnte.

Und dazu musste Garrm Bajuur kontaktieren …

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OOC: Cliffhanger! Wir mussten gestern aufhören, als Garrm grade die Finger am Holo hatte. Es war einfach mal wieder viel zu spät geworden. Also wird der spannende Plot nächsten Freitag fortgesetzt. Ich bin schon sehr gespannt und voll des Dankes und Lobes für unseren geduldigen Spielleiter Aroval!

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