Bladeborn – Prüfung, Teil 1

15. Oktober 2014

Ich kam nicht weiter als dieses Skizzenstadium, da ich so viel Mittagspausenzeit damit vertrödelt habe, auf Youtube Martial-Arts-Clips zwecks Poseninspiration zu gucken. Haaai-yaaa!

Ich bereite mich auf den Angriff vor, werde ihn diesmal nicht durchkommen lassen. Ich sollte in die Offensive gehen, aber ihre Worte sind ein Echo in meinem Kopf: „Sei diesmal nur der Fels, nicht das Feuer!“ Und ich sollte auf sie hören, denn wann hat jemals ein Sith seinem Meister nicht vertrauen können? Eben. Rein rhetorisch. Und trotzdem.

Die Welt war auch schon mal einfacher!

Der Twi`lek spannt sich an; das leichte in-die-Knie-gehen vor dem Sprung. Komm schon, du pergamenthäutiger Bastard, ich ramm´ dir mein Schwert in den Bauch und lass dich dran ablaufen. Er fletscht die spitzen Zähne, sich nur zu bewusst, dass ich meine überlegene Position am Kopf der Treppe aufgegeben habe und er nun im Vorteil ist. Er springt – …

Zurück auf Anfang. Eine Stunde zuvor. Kaum fällt das Schiff aus dem Hyperraum fangen mich sofort zwei Jäger ab, wollen Kennung und Ziel. Dann eskortieren sie mich zu den Koordinaten und verschwinden wieder. Ich habe die Anweisungen befolgt ohne ein Wort zu sprechen.

Als ich die Heart of Courage lande ist noch alles normal. Doch kaum hat das Schiff aufgesetzt, fangen die Instrumente an verrückt zu spielen, verstummen. Das Schiff scheint tot. Um mich fühle ich die fast erdrückende Präsenz der Macht. Ich bin wohl dort, wo ich hinsoll. Ich greife mein Schwert und gehe hinaus. Diesmal nicht einmal mit Rüstung. Heute geht es nur um mein Schwert und die Hand die es hält.

Sobald ich den ersten Schritt auf der staubigen Planetenoberfläche getan habe, wirkt das Schiff hinter mir wie ein Fremdkörper. Aus der Wahrnehmung gefallen. Denn alles hier ist alt. Nicht alt wie Berge oder ein Baum sondern alt wie Knochen und Fleisch. Ruinen, Wald, Felsen, Staub. Die Präsenz der Vergangenheit steht in der machtdicken Luft wie ein eigener Geruch.

Eine Rauchfahne windet sich aus einem kleinen Tal schnörkelig über die Baumwipfel. Ich mache mich auf den Weg dorthin – was soll ich sonst auch tun? Ich springe felsige Abhänge hinunter, um mich herum die Geräusche nicht sichtbarer Tiere im Unterholz.

Eine Iridonianerin so dunkel, dass ihre Tätowierungen sich kaum abheben und ein vom Umgang mit der dunklen Seite ausgebleichter Twi`lek erwarten mich. Beide archaisch gekleidet und mit kunstvollen Schwertern, neben denen meine funktionsorientierte Klinge wie eine plumpe Schaufel wirkt.

Die Dunkelhäutige erhebt sich und erklärt mir, dass die Prüfung „weiter unten“ ist. Dann geht sie.

Der Bleiche stellt sich mir in den Weg. Reizt mich mit Worten (ich lasse mich zu leicht provozieren, bin viel zu schnell genervt). Der Impuls zu gehen, weil ich das alles nicht brauche, steigt in mir auf. Ich habe Dinge zu tun. Auf Alderaan wartet mein Meister. Müssen wir mit mehr als nur der ganzen Galaxis fertig werden. Ich bin hier, weil die Bladeborn mich sehen wollten, warum dann dieses Gerede von „nicht bereit“ und „nicht würdig“? Mein Zorn bricht aus mir. „Sei nicht das Feuer, sei der Fels“. Nein, das geht nicht. Nicht jetzt und nicht, wenn ich in die glühenden Augen dieses fellgekleideten Bladeborn sehe.

Es ist nur ein kurzer Austausch. Unsere Klingen machen nicht mehr als sich unverbindlich zu begrüßen. Dann grinst er und tritt zurück, lässt mich passieren.

Nur ein erster Test. Entschlossenheit. Ja, sicher – als ob es nicht reicht, dass ich den Meister allein in feindlichem Gebiet gelassen habe, um hierherzufliegen. Sollte doch zeigen, dass es mir wichtig ist. (Ist es das? Oder tue ich es nur für sie?)

Ich folge der entschwindenden Silhouette der Dunklen. Roter Staub wirbelt in zähen Schwaden und verschluckt sie.
Weiter unten im Tal ist ein Eingang zu einer Höhle. Ich gehe in die Finsternis. Nach einigen Metern wachsen aus dem natürlichen Fels Ruinen an den Wänden. Steinern-tote Augen längst zu Knochen gewordener Sithlords folgen mir auf meinem Weg.

Aus der Höhle wird ein Gang, der sich zu einem tiefergelegenen, riesigen Raum öffnet. Die Wände verschwinden in der Dunkelheit. Es riecht nach trockenem Sand und Stein.

Direkt vor mir, unter mir auf den behauenen Stufen steht die Zabrak. Ich mache einen Schrit … und sie verschwindet. Die Macht hat sie verschluckt. Was soll das? Hier ist nicht- …

Der Twi`lek springt aus einer Nische neben dem Treppenabsatz. Er ist noch nicht mit mir fertig. Das war klar. Ich kann nicht erwarten, dass die Erste Klinge jeden hergelaufenen (hergeschickten, verdammt!) Bewerber selbst prüft. Ich muss mich zu ihr nach oben kämpfen. Durch diesen selbstzufriedenen Sith, dessen verwüstete Haut im Halbdunkel fast leuchtet.

Ein erster Schlagabtausch. Heftiger als oben im Tal. Er geht offensiver vor, ich muss mich in eine defensive Form fallen lassen. Die Übungen mit meinem Meister helfen hier weniger als die Erfahrung auf dem Schlachtfeld. Er erwischt mich fast … so „fast“, dass er mir eine blutige Spur über den linken Oberschenkel zieht. Nicht schlimm, nur Haut. Aber ich muss vorsichtiger sein. Ich springe, drehe mich in der Luft, lande tiefer auf der breiten Treppe. sehe zu meinem Gegner nach oben – …

Im Jetzt angekommen. Er wird die Wucht des Sprungs mit einsetzen, vermutlich durch einen Machtstoß verstärkt, um mich aus dem Gleichgewicht zu bringen und die Treppe hinunterzustoßen …

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OOC. Schon wieder: Cliffhanger! Wir mussten gestern mitten im Kampf abbrechen, da es schon kurz vor zehn war und ich off musste. Dass es sich so nach hinten gezogen hatte war meine Schuld, weil ich den Anfang des RP völlig vergeigt habe und wir Retconnen mussten, um nicht völlig in einer Sackgasse zu landen. Manchmal bin ich über meine Defizite im sozialen Umgang so sauer, dass ich mich nachträglich in den Hintern treten möchte. Meinen Dank hier an die Mitspieler, die souverän mit diesem Brainfart umgingen. Und Dank an die Gilde, die mich tröstete, dass ich doch im Normalfall nicht ganz so schlimm wäre.

Außerdem gab es neue Wundertüten. Ich habe welche gekauft und zwar einiges Interessantes (Riesen-AA-Turret, Sithstatue, Schädelaltar, Folterkäfige) gezogen, jedoch das, was ich als einziges wirklich wollte, nicht bekommen: Das Uxibeast-Reittier. Hässlich und albern. Killerkombi. Muss ich haben. Ich werde es wohl jetzt bei Csan für den Turret eintauschen. Kathro möchte den Schädelaltar und den kann er gern haben (ich glaube, ich hätte gern fünf Dark Projects dafür. Damit könnte ich mir noch eine Fury kaufen, um die Heart of Courage im RP mal außerhalb des Hangars darzustellen).

Ich habe angefangen, den Nar Shaddaa-Stronghold zu einer Art Mall umzubauen. Kann man im RP für alles verwenden. Ich baue Ladenlokale, eine Cantina, ein Hotel … und mal sehen, was noch. Zwielichtige Dinge auf jeden Fall.
Die Bladeborn-Story wird entweder heute oder am Samstag weitergeführt. So stay tuned for more sithy killer-goodness!

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