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We few, we happy few, we band of brothers

6. November 2014

Die in-sich-ruhende Wut und tiefe, zornige Gelassenheit, die mich seit dem Trainingskampf mit Sha´re gewärmt haben sind verschwunden und haben nervöser, kalter Gereiztheit Platz gemacht. Ist es soweit gekommen, dass ich mir Beziehungsratschläge von einem Teenager anhören darf? Zu einer nicht existenten Beziehung obendrein! Nur weil Sheysa anscheinend eine Sehnsucht nach einer intakten Ersatzfamilie kultiviert, muss sie mir nicht einreden, ich würde Meister Concabille aus Liebe befreien wollen. Dieses Mädchen hat zu viel Zeit mit den Jedi und irgendwelchen butterweichen Adligen verbracht. Romantisches Holo-Vid-Seriengequatsche. Die natürliche Gruppengröße bei uns Sith ist eins. Wir gehen zeitweilige Bündnisse zu unserem eigenen Vorteil ein, hängen uns aber emotional nicht aneinander, da uns das nur schwächen würde. Darth Aroval hat recht – sich an jemanden zu binden schafft eine Schwachstelle, an welcher der Feind jederzeit einen Hebel ansetzen kann.

Ich werde Meister Concabille befreien. Denn ich bin ihr Schüler und es ist meine Pflicht. Und danach werde ich sie zum letzten Kampf fordern und meinen Schülerstatus beenden. Dann kann Sheysa ihren Süßkuchen-Eltern-Kind-Traum mit der Invicta alleine ausleben.

Ich schulde Meister Concabille etwas. Mein ganzes Leben. Dass ich jetzt Bladeborn bin. Dass ich das Tremor Sword eines Masterblade trage. Dass ich Erfahrungen an der Front sammeln durfte. Diese Schuld werde ich begleichen. Und dann bin ich frei.

Sheysa warf mir an den Kopf, ich hätte Angst. Angst davor zuzugeben, was Meister Concabille mir bedeutet. Kam mit albernen Vergleichen zum Bindungsverbot der Jedi und dergleichen. Was weiß dieses Kind schon? Sie jammert, dass Darth Aroval sie gezwungen hätte, den Weg der Diplomatie zu erlernen und sie gegen ihren Willen als Führerin des Hauses Garrde aufbauen will. Ich habe kein Verständnis. Auch mich wollte meine Familie zu etwas machen, das ich nicht sein wollte. Ich habe mich befreit. Wenn Sheysa das nicht tut, kann ihr ihre Situation nicht so unangenehm sein, wie sie es darstellt. Wer nicht stark genug ist, sich Freiheit zu nehmen, hat sie nicht verdient oder will sie nicht wirklich. Wir wählen uns unsere Herren selbst oder befreien uns von ihnen. Dazwischen gibt es nichts.

Es hat keinen Sinn, weiter über dieses unangenehme Gespräch mit Sheysa nachzudenken. Ich muss mich darauf konzentrieren, meinen Teil des Plans zu erfüllen.

Doch auch der Plan führte zu Reibereien zwischen der kleinen Garrde und mir. Sie scheint der Auffassung zu sein, ich wäre nur so eine Art brutaler Handlanger, den sie nach Belieben in die Landschaft stellen kann wie eine Spielfigur. Und dabei hat sie es noch nicht einmal geschafft, das Gerücht über den Holocron so interessant und gefährlich in die Welt zu setzen, dass Darth Aroval seine Festung selbst verlässt um nachzusehen. Statt dessen schickt er Agenten, die ich jetzt nach und nach umbringen muss, um dem Alten klar zu machen, dass seine Anwesenheit erforderlich ist.

Der einzige Pluspunkt bei dieser Aktion ist, dass ich dabei auch noch die Agenten aller anderen Jedi und Sith, die dieses Artefakt haben wollen, töten darf.

Sobald Darth Aroval dann aber ausgeflogen ist, wird Sheysa mich nicht daran hindern, offen aufzutreten. Ich muss Sha´re bitten, mich als seinen „Gefangenen“ in die Festung zu bringen. Ganz unverkleidet. Dann holen wir uns Meister Concabille, fesseln und knebeln Borraa (Sheysa will sie tot sehen, da sie die Rache meiner Schwester fürchtet – aber ich will Borraa zeigen, wer sie ausgetrickst hat. Dafür muss sie leben) und dann spazieren wir nach draußen. Wobei ich jeder verdammten Security-Cam den Mittelfinger und mein Grinsen zeigen werde. Ich weiß, dass Darth Aroval uns gnadenlos jagen wird. Und anders als Sheysa bin ich davon überzeugt, dass er schlau genug ist, jeden Verschleierungsversuch zu durchschauen. Deshalb ist eine Täuschung unnötig. Wir sind sowieso auf dem Präsentierteller.

Was danach kommt … falls der Plan gelingt … ich weiß es nicht. Sheysa hat einen Meister sicher nötiger als ich. Und ich habe keine Lust, den „großen Bruder“ zu spielen. Ich muss mich frei machen. Vielleicht wandere ich einige Zeit umher, ziehe Darth Arovals Aufmerksamkeit auf mich, um den Meister zu schützen. Ich brauche wieder einen klaren Kopf.

Sheysa hat gesagt, ich würde nur lächeln, wenn Meister Concabille in der Nähe ist.

Freiheit … ist die Freiheit dessen, der neben mir steht.

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OOC: Schon der dritte RP-Bericht von Ghurab in Folge. Ich würde gern auch mal wieder etwas von Khalb schreiben, doch hängen die Mando-Buben etwas fest, da sie zwar mit Eifer am Saph-Entführungsplot teilnehmen würden, auf ihr Nachbohren wegen der seltsamen Abwesenheit der blonden Soldatin aber nur „Sergeant Morrison ist in Urlaub“ bekamen, so dass sie nicht einmal wissen, dass etwas nicht stimmt. Aber zumindest kann Khalb mal mit Garrm darüber reden, was denn der geheimnisvolle Besucher vor zwei Tagen wollte. Vielleicht entwickelt sich aus dieser Richtung dann noch ein Abenteuer!

Mir macht das Konflikt-RP mit Sheysa Spaß. Ghurab und Minigarrde sind einfach absolut verschieden und es gibt immer wieder heftige Reibereien zwischen den beiden – selbst wenn man an einem gemeinsamen Ziel arbeitet. Da wir die Trennung von IC zu OOC gut hinbekommen, gibt es auch keinen Streßknatsch und alles kann sich in Ruhe in jede gewünschte Richtung entwickeln.

… und wer das Zitat aus dem Post-Titel erkennt darf  sich das Englischlehrer-Fleißbienchen in Bronze ans Revers heften.

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  1. 7. November 2014 um 11:37 am

    Da ich diejenige war, deren Char ingame sagte ‚die ist im Urlaub‘, mal eine kleine Hintergrundinfo dazu: Zu dem Zeitpunkt, als Garrm Lienas nach Saph fragte, fehlten noch einige Hintergrundinfos, die erst beschafft werden mussten, bevor der Einsatz losgehen konnte – und bis dahin bleiben derartige Infos schlichtweg unter Verschluss, um eigenmächtiges Handeln zu unterbinden. Der heldenhafte Zwei-Mando-Einsatz bringt nämlich gar nichts, wenn dadurch der fiese Erpresser/Irre aufgeschreckt und verschreckt wird – das hat Garrm gestern abend auch ingame erfahren, ebenso alle Hintergründe des Ganzen.;)
    Action gibt es also beim nächsten Plotabend am Samstag – der wie immer Platz für alle Interessenten bietet. Auch für stylische Jetpack-Action durch die Mandos.

  2. Tanja
    7. November 2014 um 4:29 pm

    For he today that sheds his blood with me
    shall be my brother, and pay my bills for evermore

    • 10. November 2014 um 6:27 pm

      Wunderbar! Ich wette, das Fleißbienchen macht sich allerliebst in Deinem Heft! 🙂

  3. Adran
    11. November 2014 um 12:07 am

    Ist das nicht aus einem Dorktower Comic? Bevor man den Drachen angreift… 🙂

    • 11. November 2014 um 6:26 pm

      Das hast Du mit Absicht gesagt! 😀

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