Pappa ante portas

13. November 2014

Der Boden sprang unter dem Shuttle fort und wurde zu einer grünen Decke mit weißen Schneesprenkeln, auf der graue Berge ihre hellen Capes um die Schultern zogen.

Lord Rednelak stand hinter der soeben geschlossenen Tür am Fenster, sah noch hinunter um die rot gekleidete Gestalt seiner ältesten Tochter zu einem Farbklecks vor der düsteren Masse von Darth Arovals Anwesen verschmelzen zu sehen. Innerhalb eines Herzschlags wurde aus der imposanten Lord Drowl das kleine Mädchen Borraa, dann nur rot. Dann nichts.

Der Lord wandte sich ab, schritt zur Reihe mit den Sitzen an der Shuttlewand und setzte sich. Seine Wachen entspannten sich. Ihr Herr hatte einen Besuch beendet, den keiner der Bewaffneten besonders ruhig hatte sehen können. Borraa und ihre … Ideen waren jedem Bediensteten des Karaz-Haushaltes ein Begriff.

Für den Lord war das natürlich anders. Sein kleines Mädchen, seine Prinzessin. Die Begabte, die Hoffnung, die Zukunft. Wenn jemand nach seinem Tod die Familie führen würde dann sie.

Jetzt waren die Karaz an einem entscheidenden Wendepunkt angekommen. Darth Aroval hatte seine funkelnden Luftschlösser vor Rednelak aufgebaut und der skeptische Lord war zu Borraa gereist, um herauszufinden, was die harte Realität hinter den wolkigen Versprechungen war. Hatte sie ihn überzeugt? Ja und nein. Nicht von Darth Arovals Absichten. Dass dieser sicher nicht im besten Interesse von Rednelaks Familie handelte, war offensichtlich. Aber Borraa hatte ihre eigenen Pläne geschildert und Rednelak vertraute ihr. Seinem Fleisch und Blut, seinem Liebling. Er war skeptisch gewesen, hatte ihr harte Worte entgegengeworfen – denn wer seine Kinder verzärtelte verbaute ihnen die Zukunft im Imperium – und sie hatte sich ihm entgegen gestemmt und ihre Visionen erläutert, die ihn letztendlich überzeugten. Er würde die nicht unbeträchtlichen Ressourcen der Karaz-Familie zu ihrer Verfügung halten. Nicht ungeprüft aber doch bereit, sie in allem zu unterstützen.

Und das andere … Detail. Er hatte Borraa klar gemacht, dass der Mischlingsfötus, der in schlafendem Fleisch in Darth Arovals Labor wuchs, sterben musste. Aber sie hatte so sehr darum gebeten – um ihr eigenes kleines Haustierchen, dass er es ihr letztendlich doch noch gestattet hatte, Ghurabs Fehltritt zu behalten. Und das Muttertier des … Dings konnte als Lektion für den ungebärdigen Sohn herhalten und ihn vielleicht wieder in die Spur bringen.

Rednelak konnte seiner Tochter dieses Spielzeug nicht abschlagen. Sie hatte ihre Forschung immer über alles, selbst ihr Leben, gestellt. Eine kleine Belohnung konnte nicht schaden. Eigene Kinder hatte sie nicht – nichts, was den Lord beunruhigte, er hatte Enkel von seinen anderen Nachkommen – also blieb Zeit für so ein … Projekt.

Er würde in nächster Zeit stetig ein Ohr in Richtung Alderaan offen halten. Zu viel konzentrierte sich hier, das die Familie betraf. Und wer weiß – vielleicht gründeten Darth Arovals Visionen doch auf einem stabilen Fundament. Dann wäre man auf der sicheren Seite. Aber wenn nicht … nun, die Karaz kamen seit Jahrhunderten gut alleine zurecht.

Das Shuttle näherte sich dem Raumhafen. Rednelak stemmte sich wieder aus dem Sitz. Seine Entourage sprang respektvoll auf.

Wieder nach Hause fliegen. Mehr Erkundigungen konnten nicht schaden.

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Weiter mit OOC. Viel Spaß im RP mit Nebencharakteren. Die zwei durch und durch sith-igen Purebloods Borraa und Rednelak, deren Verhalten nicht nur klar macht, warum Ghurab seine schreckliche Familie weiträumig meidet, sondern auch die Frage aufwirft, wie er es lebend dort heraus geschafft hat. Beides keine Charaktere, die wir regelmäßig spielen. Mehr Flavour für die große Story. Aber schön.

Und jetzt zu etwas ganz anderem. Das da.
Ein Hooded Blurrg. Mit Hipsterbrille. Vor einer Schreibmaschine. Warum zeichne ich sowas? Nicht etwa aus unkontrollierbarer Seltsamkeit, sondern es war ein Auftrag. Kunde und Empfänger (in diesem Fall nicht identisch) waren zufrieden und ich muss auch sagen, dass mir das grässliche Tier durchaus gefällt.

Mein nächstes Illustrationsprojekt wird wohl etwas ernsthafter. Es gärt noch in meinem Kopf und wird – wenn es denn endlich wird – mal wieder das Bild eines RP-Partners. Damit dürfte ziemlich klar sein, um wen es sich handelt. Ich muss aber, wie gesagt, noch etwas Stimmung und Inspiration sammeln. Wenn man einen Charakter noch nicht so gut kennt und auch mit dem Spieler dahinter noch nicht weiß, wie weit man gehen kann, wo die das-ist-jetzt-nicht-mehr-lustig-Linie verläuft, braucht alles seine Zeit.

Und zu guter Letzt noch ein Public Service Announcement. Ein kurzer Lehrgang für alle, die schon immer wissen wollten, wie man in einem MMO richtig tankt. Also richtig. Richtig richtig. Hier kann man genau sehen, wie es geht:

So und nicht anders. Ich bin absolut überzeugt. Diese Frau ist mein neues Totemtier.

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