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Es gibt keine alten mando’ade …

4. Dezember 2014

…. und wenn man doch einem begegnet, ist das mit Sicherheit die gefährlichste Person im Raum.

Diese Weisheit lernt man als Bounty Hunter-Spieler sehr schnell kennen. Man trifft den Mandalor und Jicoln Cadera – beide alt und beide das mieseste, tödlichste was man sich so an einem gemütlichen Nachmittag vorstellen kann. Denn mando’ade gehen nicht in den Ruhestand. Sie kämpfen einfach weiter. Und wenn so ein Jäger oder so eine Kriegerin mal sechzig, siebzig Jahre in Dschungeln und auf Schlachtfelder überlebt hat, kann man sicher sein, dass man einem so abgebrühten Schlachtross gegenübersteht, dass man entweder besser sehr gut ist oder sehr schnell rennen kann.

Gestern ist Sherku einmal mehr so einer Ikone über den Weg gelaufen: Shae Viszla. Geht man davon aus, dass sie schon bei der Eroberung von Coruscant eine erfahrene Kämpferin war (sonst hätte Malgus sie kaum mitgenommen, um den Jeditempel zu stürmen), müsste sie etwa in Satele Shans Alter sein. Man hat es also mit einer etwa 40, 50-jährigen Kriegerlady zu tun, die schon Jedi den Arsch versohlt hat, als der kleine Sherku noch gelernt hat, dass man Blaster nicht essen kann (rustikale mandalorianische Erziehung und so).

Dementsprechend herausfordernd war der Kampf. Kampf? Genau. Kampf. Wenn sich mando’ade begegnen sind Kämpfe auch bei gegenseitiger Sympathie und bei gleichen Zielen jederzeit möglich und sogar ein Gebot der Höflichkeit. Wie Händeschütteln. Nur mit Blut.

Gut zu beobachten auch bei Garrm und Khalb. Die zwei sind ori’vode – also beste Freunde, ja, Brüder. Und trotzdem bricht beim geringsten Anlass und nicht-Anlass eine Prügelei aus. Etwas, das die Imperialen einfach nicht verstehen können.

Zurück von Lore und RP zum PvE.

Ich habe gestern zum ersten mal das Storymode-Solo-Flashpoint-Feature ausprobiert. Seit dem Patch gibt es die Möglichkeit, storyrelevante Flashpoints in einer Solovariante durchzuspielen. Ich hätte zwar bestimmt noch drei Leute aus der Gilde zum Mitkommen in den Mando-Flashpoint motivieren können – aber ich wollte mal sehen, wie das Solo so ist. Und mein Fazit ist: Gute Sache, nur noch ein paar Kinderkrankheiten. Man bekommt einen eierlegende-Wollmilchsau-Droiden zur Seite gestellt, der praktisch alle Aufgaben erledigen kann. Oder könnte. Denn der Schlaueste ist er nicht. Ich hatte gestern eindeutig Achtzehn dabei, den dümmlichen Bruder unseres SRK-Aggro-Droiden Siebzehn. Achtzehn macht Dinge … fast richtig. Sehr fast. Müsste ich ihm ein Arbeitszeugnis schreiben, stünde dort „er hat sich stets bemüht, den ihm gestellten Aufgaben gerecht zu werden“. Er verschwand manchmal mitten im Bosskampf, lief irgendwohin, tat einfach mal überhaupt nichts oder war im Weg. Vermutlich ist seine überragende Intelligenz aber eher Bug als Feature, da andere Leute mit dem Blecheimer durchweg gute Erfahrungen gemacht haben. Ich hatte wohl einfach das GSI-Montagsmodell.

Geschafft habe ich es trotz des verbuggten Droiden dann dennoch.

Das Design des Flashpoints ist okay. Ich stelle ihn mir im Hardmode recht knackig vor, gerade mit den Addwellen von sonstwoher beim ersten Boss oder Shae Viszlas Feuerkreis/Schockwellen-Ding. Die Offenbarung war es nicht aber ich freue mich über einen Flashpoint, der die Kultur der Mandalorianer in den Mittelpunkt stellt.

Sherku ist jetzt Level 57 und hat ein Upgrade für den Flame Thrower bekommen. Sieht größer aus, macht mehr Schaden. Soll mir recht sein. Ansonsten bin ich mit ihm weiter über Rishi gezockelt, habe mich an der wunderschönen Landschaft erfreut, bin durch seichte Lagunen gewatet, habe Truhen gefunden (mit extrem schicken Synthweaving-Rezepten. In adaptiv! Ich muss dringend Ghurab leveln, der kann das!) und abgestürzte Raumschiffe erkundet.

Die ersten Leute aus der Gilde sind schon fast 60. Richtig umfangreich ist die Levelphase also nicht. Trotzdem wird uns diese Erweiterung lange beschäftigen. Klar, Hauptaugenmerk bleibt RP und das ist von Leveln, Flashpoints, Raids und Ausrüstung unabhängig – aber auch der PvE-Teil hat viel Erkundungspotential.

Fazit Tag zwei: Immer noch großer Spaß, große Vorfreude und das angenehme „Ich habe keine Ahnung, was ich hier tue“-Gefühl, das man bei jeder guten MMORPG-Erweiterung haben sollte.
Technisch immer noch alles einwandfrei trotz hoch ausgelasteter Server. Alles läuft, keine Crashs bisher und auch die Bugs halten sich in Grenzen (blöder Achtzehn-Droide …). Klar, BioWare hat bei SWTOR auch nur ein Fünftel der Spieler, die Blizzard bei WoW hat (natürlich vergleicht man immer mit dem Gorilla im Raum. Der ist nunmal die Nummer eins und SWTOR „nur“ die Nummer vier in Sachen Spielerzahlen). Andererseits aber auch nichtmal ein Fünftel des Personals und der Serverkapazität. Insofern – Hut ab, BioWare. Erweiterungsstart bisher ohne Pannen trotz ausschließlich geschlossener Beta.

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