Auf zum Batmobil!

12. Dezember 2014

Wenn man den Dschungel von Dromund Kaas durch die Macht betrachtete sah man einen chaotischen Haufen aus Lebensfäden, die sich ständig neu verknäulten, auseinanderliefen und in plötzlicher Gewalt endeten. Praktisch eine Galaxis im Kleinen. Regentropfen zogen erst gerade Linien, hüpften dann von Blatt zu Blatt und vergingen im meterdicken Moos am Boden. Der Geruch nach Fäulnis und Geburt war überwältigend.

Qird liess seinem Varactyl die Zügel lang und das Tier suchte sich seinen Weg in zufälligen Mäandern, über hausgroße Felsen und unter bromelienbewachsenen gefallenen Baumriesen hindurch. Das Tier hielt sich für frei in seiner Wahl, wohin es sich bewegte – aber wenn man einem Sith diente war das niemals der Fall. Qird griff sacht in das winzige, gewalttätige Reptilgehirn, zupfte an Gespinsten aus Trieben und Instinkten und sorgte dafür, dass das Varactyl sich in Richtung Kaas City bewegte.

Noch ein Grund, statt eines Speeders ein Reittier zu verwenden. Es war einfach unterhaltsamer.

Und natürlich kostete es kaum Konzentration, das Reptil dazu zu bringen, in die gewünschte Richtung zu gehen. Man konnte sich ansonsten ganz den eigenen Gedanken hingeben.

Der Lieutenant .. der Specialist … ach, was immer er sein mochte … spielte gern. Nicht, dass das Qird verärgert hatte. Im Gegenteil. Es war herausfordernd und angenehm, Rätsel zu lösen. Derzeit bestand der Alltag des Miraluka-Sith zu sehr darin, bürokratische Dinge für die Sith Intelligence zu tun, da kam eine Ablenkung durch Thun … Genthri gerade recht. (Die Sache mit der Identität musste noch endgültig geklärt werden)

Das heutige Rätsel war keines gewesen. Nur das Finden einer versteckten Höhle im Dschungel. Aber die Höhle war dafür um so rätselhafter gewesen. Mit jeder Menge Überwachungstechnik ausgestattet. Und soweit Qird beurteilen konnte auch absolut unterhalb des Radars der derzeitigen Herren des Geheimdienstes. Das passte zu Thun .. Genthri. Eine Fassade der Ergebenheit und dahinter immer bereit, sich aufzulehnen. Qird beobachtete dieses Verhalten mit der verblüfften Neugier eines Nexu, vor dem sich gerade eine wütende Wumpratte auf die Hinterfüße stellte und fauchte.

Nicht ganz … es war noch etwas anderes. Der Lieutenant faszinierte ihn auch anders. Schwer zu sagen, was es war.
Qird lachte leise und das Varactyl stellte als Reaktion auf das Amüsement seines Herrn fragend die fedrige Halskrause auf. Die Sache mit dem erneuerten Imperium. Thun … Genthri träumte keine kleinen Träume. Und er war furchtlos, was das anging. Nicht, dass Qird auch nur eine Sekunde an Visionen geglaubt hätte. Die Dinge waren, wie sie nunmal waren. Und es war die Beste aller möglichen Ordnungen. Aber es war wie ein warmer Gewürzwein an einem dunklen, kalten Tag, dem Lieutenant bei seinen Träumereien zuzuhören. Man sah seinen Geist sich entfalten, sah die Emotionen und konnte sie in sich aufnehmen.

Jetzt galt es erst einmal abzuwarten, was sich mit dem Militär ergab. Und dann … wer wusste schon, was die Zukunft brachte? Die Macht umgab alles und war unberechenbar. Visionen waren im besten Falle unzuverlässig. Möglichkeiten. Überall Möglichkeiten.

Qird fühlte die Mauern der Stadt vor sich. Die geraden Kanten, die Millionen von verschlossenen ichs. Ja, Möglichkeiten.

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OOC: Neben dem RP mit Genthri habe ich mich gestern auch ins PvE gestürzt. Mein erster 60er Hardmode. Das war herausfordernd! Der Zufall hat uns auch noch direkt in den schwersten der vier neuen FPs gesteckt – Manaan. Wir waren drei vom SRK – ich mit Sherku als Tank, die frisch 60 gewordene Illjana als Heiler, unser Aggrodroide Siebzehn und dazu ein Random-DD, der sich – abgesehen vom ersten Boss – sehr anstellig zeigte. Den Bonusboss, der laut Kathro einfach nur übel sein soll, haben wir mal ausgelassen – man muss sich nicht gleich am Anfang frustrieren. Im Großen und Ganzen lief es sehr gut. Beim ersten Boss sind wir einmal gewipet, weil ich nicht rechtzeitig die Aggro der beiden Adds von Siebzehn wegbekam (lag daran, dass diese zwei Adds völlig identisch aussehen. Ich habe zwar natürlich Target of Target aktiviert aber in der Hektik dann doch den Falschen gespottet) aber der Rest des FP lief glatt. Ich weiß nicht ob andere Tankspieler auch so sind aber ich nehme jeden Wipe persönlich und halte ihn für meinen Fehler. Das führt zu viel selbstgemachtem Stress und Zerknirschung. Sollte ich lassen.

Wie man diesen Hardmode mit 178er Equip packen soll, weiß vermutlich nur BioWare. Wir haben mit 186er ganz schön genagt und den Endboss fünf Sekunden vor Ablauf der Zeit auf die Bretter geschickt. Deutlich schwerer als die Operations auf 55. Aber genau das, was wir wollten: Mal wieder eine Herausforderung. Und damit das auch so weitergeht wollen wir uns am Wochenende mal am ersten neuen Raid versuchen. Darauf freue ich mich!

Nach dem FP tobten wir noch kurz über Oricon um bei der Weekly Geld und Elite Coms abzustauben. Mann, ging das fix!
Jetzt muss ich mich daran setzen, Khalbs Slicing-Handwerk zu pushen. Ich brauche dringend neue Augmentation Kits und möchte auch dem Rest der Gilde welche bauen können. Dazu benötige ich massenweise blaue Slicing-Materialien der Stufe 11 und das Zeug ist noch reichlich zäh zu bekommen. Auch die Augments selbst wollen hergestellt sein. Und dazu muss man die Rezepte erst einmal hochlernen. Die blauen Tank-Augments kann ich schon – aber bis zu den lilanen dauert es noch etwas. Materialschlacht eben. Aber diesmal möchte ich wirklich mehr selbst bauen. Einfach „weil“. Mal basteln und nicht kaufen und so. Ich brauche noch Mainstat-Augment-Rezepte für Khalb und die anderen Heiler. Und Accuracy- und Power- und Crit-Augment-Rezepte. Und ist Alacrity nicht der neue große Käs? Ooookay … vielleicht wäre kaufen doch am Ende billiger.

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