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Der Mann ohne Gesicht und der Mann, dem Gesichter egal sind

9. Januar 2015

Qird fokussierte noch einmal auf die Blinde Wut (niemand fand den Namen des Schiffes so amüsant wie er selbst), die still im Hangar lag und irgendwie .. erbärmlich wirkte. Nach all den angefangenen und zum Teil auch schon fertigen Umbauten hatte sie so viel von ihrer kühlen Eleganz und schlichten Effizienz eingebüsst, die sie in der Sicht des Miraluka zu einem glänzenden Gebilde voll zweckgerichteter Tödlichkeit machten.

Ingenieure und Arbeiter im Auftrag Sith Intelligence kletterten wie Ameisen auf dem Schiff herum. Verpassten der Hülle einen neuen Anstrich, änderten Namen und Kennung, montierten Waffen, schraubten andere Waffen ab … hier ein Aufbau, dort ein weniger imperiales Sensor-Array … bald würde aus Qirds Arbeits-Schiff ein hässliches Monster geworden sein, ein Schiff passend für eine kleine Piraten-Crew.

Ihr weiteres Vorgehen hatte Formen angenommen, als sie gestern im Hauptquartier gewesen waren. Der Lord war erstaunlich offen und kooperativ gewesen. Sie hatten mehr über den bevorstehenden Auftrag erfahren, als Qird zu hoffen gewagt hatte. Selbst Meinungsverschiedenheiten waren nicht ausgeartet.

Und natürlich konnte man sich auf die Arroganz von Sith verlassen (wer hätte das besser beurteilen können als ein Sith!) … kein Sith las sich genau durch, was Untergebene ihm brachten, wenn er es unter seiner Würde empfand. Und so hatten sie jetzt völlig problemlos und ganz ohne auch nur ein Gesetz zu brechen … es … bekommen.

Den Protoyp.

Qird musste ihn sich nur noch aushändigen lassen. Und auch diesmal würden Kleider Leute machen. Für den Miraluka waren Kleidungsstücke ein Nebel, der die Menschen umgab. Er sah viel deutlicher die Körper darin und ihre Verbindung mit der lebendigen Macht als die Tuchlagen auf ihrer Haut. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – hatte er mühsam gelernt, Kleidung einzuordnen und auch ihre Bedeutung zu nutzen. So zum Beispiel gestern beim Briefing. Der Lord war in Robe und Maske aufgetreten, während Qird demütig in einer einfachen Uniform (er mochte die Uniform. Sie war praktisch) vor ihm gesessen hatte. Sein Stand nur durch den Griff der Lichtlanze an seiner Seite zu erkennen.

Damit hatte er sich kleingemacht. Unwichtig. Und deshalb so einfach das Abnicken für die Liste der … notwendigen Dinge erhalten.

Jetzt allerdings galt es, die andere Seite zu sein.

Er begab sich zurück in sein Appartment und zog sich um. Eine schlichte schwarze Robe. Eine Maske mit Metallbeschlägen, Gold abgesetzt. Understatement das dennoch sehr laut „ich bin Sith, möchtest Du weiterleben?“ sagte.

Eine halbe Stunde später ging er tief in den Archiven der Sith Intelligence, weit unter den regennassen Straßen von Kaas City, neben einem nervösen Angestellten, dem in jeder bunten Schliere seiner Aura anzusehen war wie sehr er sich wünschte, dass dieser stille Sith so schnell als möglich seinen Prototyp für … völlig egal! … bekam und dann wieder verschwand.

Und genau das hatte Qird vor. Den Prototyp zu bekommen und zu verschwinden.

Alles lief optimal.

In seinem Hinterkopf zwickte kurz die Erniedrigung, die sein Schiff gerade erdulden musste. Für das größere Gute. Wie lautete noch einmal der Name, den sie jetzt an den Rumpf pinselten und zugleich in die Firmware brannten? Ach ja ….

Weiter mit OOC: Bei den Alderaan-Siths geht es ebenso voran. Aber noch ist der Plotstrang zu zerfasert um einen Bericht zu schreiben, der sich auch angenehm lesen lassen würde. Es geht nun in Richtung einer alten Festung, zerfallener Inselarchitektur und böser Pläne. Sheysa bietet sich als Babysitterin an und Ghurab hat mal wieder eine Attacke vor. Diesmal auf einen „freundlichen Wächter“. Langsam gehen ihm die Jedi mit ihrer Pseudoneutralität nämlich gewaltig auf die Nüsse.

Wird sich aber alles noch ergeben.

Und dass ich Qirds Schiff in „Ballroom Blitz“ umbenenne ist eine Albernheit, die aus meiner Begeisterung für „Life on Mars“ resultiert. Man stelle sich eine Fury vor, ähnlich maskiert wie die Serenity beim Flug durch den Reaper-Raum (minus die Skelette) und damit absolut unverdächtig. Der Name addiert zum Flair. Völlig unimperial.

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