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Die Zigarre, die Insel, die Wunde und die Wüste

21. Januar 2015

Im Bild: Padawan Burqan. Ich finde das One-handed-Handstand-Reg-Item bei ihm einfach perfekt, deshalb eine kleine Skizze damit.

Ich habe Lust, einmal wieder ein paar kurze Absätze zum Stand der Dinge bei meinen Charakteren zu posten. Aber zuerst zwei andere Wichtigkeiten! Natürlich: Ganzbafs Werk! Ein Drama in einem Akt mit einem Akt. Und mit einer Zigarre, über die ich aber noch nicht zu viel verraten möchte. Selber lesen! Ich bin seit der legendären Würfel-Ausstellung (zu der ich damals mit Tanja ging und die wirklich extrem unterhaltsam war und uns verblüfft zurückliess. Der Würfel-Mob klagt an!) ein Fan von Ganzbafs Gedankenwelt, die absolut unbefangen jedem in den Magen boxt. Kunst für das Zeitalter des Wassermanns. Gelegentlich nimmt er an Ausstellungen teil – ein Besuch lohnt. Noch einmal an dieser Stelle: Vielen Dank für die Aufmunterung. Die good Vibrations haben geholfen. Verschmutze weiter das Internet!

Die zweite Wichtigkeit ist dieser Post im VC-RP-Forum. Sheysa dreht durch! Gut, dass Ghurab nicht mitbekommt, wie die derzeit hormongesteuerte kleine Garrde seinen Kampfzwerg in „hübsche Strampelanzüglein“ stecken möchte. Andererseits – könnte helfen, Concabille wieder in die Realität zu holen. Der Zorn wird Arovals Gedankenkontrolle einfach wegbraten.

Und jetzt auf zu meinen Charakteren und zu dem, was ihnen momentan im Kopf herumspukt. Den Anfang macht Ghurab, derzeit auf der Ruineninsel und in Lauerstellung, wann Arovals Armee endlich auftaucht.

Ein Sprung, das Greifen nach einer bröckelnden Kante. Anspannung, hochziehen. Ich richte mich auf und sehe mich um. Die Aromen der See steigen mir in die Nase, Tang, Salz, Möwenscheiße. Der Himmel ist weit und die Winterwolken ziehen in endlosen Reihen in Richtung der Berge. Wenn man sich um sich selbst dreht ist nichts da. Nur die Kante des Horizonts auf dem Meer und die schneebedeckten Gipfel weiter im Landesinneren. Und zu den Füßen die verrottenden Überreste der Minenkolonie. Ich mag diesen Haufen Schutt. Die Insel ist ein Gewirr aus aufeinander gewachsenen Gebäuden, aus vergessenen Gängen und starrenden Fensterhöhlen. Ein Spielplatz aus Verwesung.

Ich stelle mir vor, wie die Armee sich bereit macht. Wie sie sich bereit macht. Und immer wieder male ich mir unseren Kampf aus. Egal, was in ihrem Kopf vorgeht. Egal, ob sie sich sofort befreit oder später. Der Kampf wird sein. Unser Kampf.

Ein Kampf, der vielleicht das Ende unserer Schüler-Meister-Beziehung sein wird. Ich bin sicher, dass ich sie schlagen kann. Sie hat monatelang nicht trainieren können, während ich bei den Bladeborn war. Während ich gesucht habe. Und während ich jetzt hier jeden einzelnen Tag meinen Körper gegen die Insel werfe. Minentürme hinaufklettere, über Abgründe springe und mich an Vorsprünge kaum breiter als meine Fingerspitzen kralle.

Ich sehe nach unten. Onkel Ginyu geht über einen der Höfe in Richtung des versteckten Schiffs. Er spürt meine Anwesenheit, fünfzig Schritt über seinem Kopf, und blickt nach oben. Ich kann nicht in seinem Gesicht lesen. Zu weit entfernt.

Es wird Zeit, dass ich mich wieder bei Sheysa melde. Sehen, wie sie sich um Tannan kümmert. Das Ritual hält meinen Alltag zusammen. Es wird Zeit …

Weiter mit Qird, zur Zeit Dewey der Piratencaptain. Irgendwo im Hyperspace auf dem Weg nach Nar Shaddaa.

Die Entzündung war deutlich sichtbar. Ein Riss in der Essenz des Mannes vor ihm. Etwas, das nicht zu ihm gehörte. Und sie hatten keinen Medidroiden. Das machte nichts einfacher. Qird streckte die Hand aus und spreizte die Finger, liess sie einen Zentimeter vor Genthris Schulter verharren. Er wünschte sich wirklich zu wissen, wie man die Macht einsetzen konnte, um Gewebe wieder zu verbinden. Aber dazu waren nur wenige im Stande. Und er war vermutlich bei weitem nicht stark genug in der Macht, um solche Techniken zu lernen. Und selbst wenn … sollte er es sich aus dem Nichts beibringen? Hier im Hyperraum, ohne Bibliotheken, Holocrons, Lehrer? Wohl kaum.

Verfluchte Cathar. Sie sollte froh sein, dass sie sie mitgenommen hatten und nicht undankbar um sich ballern. Ob jemand der anderen unfreiwilligen Passagiere medizinische Kenntnisse hatte? Fragen kostete nichts.

Genthri tat zwar, als sei alles in Ordnung und die Verletzung nichts als ein Kratzer – aber die Wunde war entzündet. Und sie würden noch etliche Tage, vielleicht Wochen unterwegs sein.

Warum machte er sich überhaupt Gedanken? Ihr Ziel war auch ohne Genthri zu erreichen, sollte der … ausfallen. Kein Grund, sentimental zu werden.

Der Miraluka liess die Hand wieder sinken. Er spürte Genthris fragenden Blick. Schüttelte den Kopf und machte eine abwehrende Bewegung. Die Mauer stand wieder.

Zeit, einen Logbucheintrag zu verfassen. Dokumentation schuf Halt in der Realität.

Und als Letzter (denn bei den Mando’ade geht es gerade erschreckend friedlich zu) Padawan Burqan, derzeit in der oberen Atmosphäre von Tatooine.

Der Blitz der Ionenladung stach durch die halbkreisförmige Schwärze vor dem kleinen Bullauge der Rettungskapsel. Dann taumelte die Fury flügellahm durch den runden Ausschnitt Realität. Graziös und lächerlich zugleich, mit schwarz gewordenen Triebwerken langsam von der wachsenden Schwerkraft der riesigen Staubkugel unter ihnen eingefangen.

Aber der Rettungskapsel ging es nicht besser. Sie drehte sich, zog das Bild des brennenden Konsularschiffs aus Burqans Blickfeld, schob Tatooine nach vorne. Immer größer. Um das Gelbbraun unter ihnen legte sich das helle Band der Atmosphäre, wuchs, verschlang sie.

Ob die Sith den Absturz ihres Schiffes überleben würde? Und würde sie dann glauben, dass sie die beiden Jedi getötet hätte und ihren Rachefeldzug aufgeben? Burqan wusste viel zu wenig. Er sah zu seinem Meister, der auf der anderen Seite der Rettungskapsel saß und wirkte, als hätte er keine Sorge auf der Welt. Als hätte nicht gerade eine Irre (eine Irre, die der Meiste kannte!) ihr Schiff zu Weltraumschrott geschossen. Als würden sie nicht gerade auf einen Planeten zustürzen, der selbst unter den besten Bedingungen lebensfeindlich war.

Der Padawan überprüfte die Sicherheitsgurte, die ihn festhielten und versuchte dann das, was er seit einem Jahrzehnt lernte: Zu sich finden. Der Macht vertrauen. Ruhig bleiben. Er atmete tief ein, ließ sich in eine Meditation fallen.

Gefühle betrachten und dann freundlich zum Gehen auffordern. Man konnte nichts an dem ändern, was direkt auf sie zukam. Und sobald man dann doch etwas ändern konnte, war man bereit.

Die Macht würde mit Schüler und Meister sein.

 

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  1. 21. Januar 2015 um 12:57 pm

    *versucht zu erröten und streichelt zärtlich den kranz*

    vielen dank für die lorbeeren, auf denen ich mich eine zeitlang ausgeruht habe. es freut mich, dass es dir gefällt. während du die zigarre so magst, mag ich den einrastbaren öligen penetrator. ich bin gespannt, ob sie mir den blog dicht machen. dann aber vermutlich nur aus neid wegen der größe des gemächts. ;P

    • 21. Januar 2015 um 12:58 pm

      Ja, der Pinguin als Attachment macht die Majestät des gigantischen Apperats erst deutlich.

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