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Das Hirnfresser-Artefakt, der Ledermantel und Spazierengehen in Tamriel

2. Februar 2015

Die Zeiten, in denen er jetzt die Kontrollen des Holoterminals mit einem einzigen, ungezielten Faustschlag zertrümmert und es genossen hätte, wie sich die Metallteile in seine Knöchel bohrten, waren lange vorbei. Er hatte sich im Griff. Der Zorn floss in ihm, ohne an die Oberfläche zu dringen. Man wurde kein Lord der Sith, weil man sich gehen liess.

Einfach nur das Terminal ausschalten, das durchscheinend blaue Bild seines Bruders dabei beobachten, wie es ins Nichts verschwand, so wie er gern den ganzen Ginyu sich auflösen sehen würde.

Sie hatten lange nicht mehr miteinander gesprochen. Das letzte Mal vor Ginyus Aufbruch zu seiner Expedition. Heute hatte Rednelak ihm durch die Blume mitgeteilt, dass ein guter Teil der Finanzierung über das Familienvermögen gelaufen war. Natürlich nicht offen. Über Strohfirmen, Mittelsmänner, drei, vier, fünf Ecken. Rednelak hätte dieses Wissen für sich behalten sollen. Es war eines der vielen Kontrollrädchen, mit denen er die Familie auf Spur hielt. Aber in gewisser Weise war dieses Bröckchen Information eine Art bizarrer Dank dafür geworden, dass Ginyu sich einmischte. In Dinge, die ihn nichts angingen. Dass der jüngere der Karaz-Brüder den Babysitter spielte für das älteste und das jüngste Kind des anderen. Rednelak traute Darth Aroval nicht. Die Nachrichten von Alderaan sprachen von zu viel Fanatismus und von zu wenig Forschung. Eine seltsame Vendetta aus undurchsichtigen Gründen – unter anderem finanziert mit einem kleinen Teil des Karaz-Familienvermögens. Und wenn Lord Rednelak etwas nicht mochte, dann war es das Gefühl, benutzt zu werden.

Natürlich war es auch … nett gewesen, dass Ginyu sein Wissen bezüglich des seltsamen Zylinders geteilt hatte. Was vermutlich auch daran lag, dass er seinem Bruder damit einen qualvollen Tod im Irrsinn prophezeien konnte. Nicht, dass Rednelak so etwas Angst machte. Er ging ständig mit Artefakten um, die ihn in einem unbedachten Moment töten konnten. Wer als Sith vor den Fallen der Vergangenheit Furcht zeigte, hatte es nicht verdient, weiterzuleben.

Das Schiff schoss weiter auf der ausgetretenen, blau-wirbelnden Hyperlane in Richtung der Kernwelten. Zu Borraa. Seine Prinzessin hatte ein ähnliches Artefakt – und zusammen würden sie dem Rätsel auf die Spur kommen.

Bis dahin würde er sich noch in Meditation versenken, um die Stimmen und Bilder im Zaum zu halten. Sie würden ihn nicht kriegen, so wenig wie all die anderen Stimmen aus all den anderen Holocrons, Artefakten und Kristallen ihn bekommen hatten.

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OOC und so: Das „Treffen“ der beiden Brüder war sehr amüsant zu spielen. Jeder ist davon überzeugt, dass der andere ein dämliches Arschloch ist und man ihn nur ausnutzen und ansonsten meiden kann. Aber prinzipiell sind sie sich nicht unähnlich.

Eigentlich sollte es auch Redaktions-RP geben, jedoch hat die Telekom (oder wer auch immer in diesem Falle der Provider ist) Sey mittendrin einfach vom Netz getrennt und sie kam auch den ganzen Tag nicht mehr rein. Zu viel Schnee im Südschwarzwald? Hoffen wir mal, dass sich die Technik bald wieder einkriegt, heute ist nämlich Piraten-RP geplant!

Wir waren im PvE auf Republikseite viel unterwegs, hatten Spaß und ich am Ende genug Elitemarken, um Spiegelghurab mit dem 192er Brustteil auszustatten. Das für die Jedi so fesch aussieht, dass ich es tatsächlich anbehalten und ge-augmentet habe. Ein wadenlanger Ledermantel mit Metallverstärkungen. Verdammt coole Sache! Das nächste 192er Teil ist in Arbeit, dauert aber natürlich noch. Ich habe erst wieder 33 Marken.

Und dann gab es da noch – wie an den Screenshots zu sehen – TESO. Ich bin mit meinem Redguard Dragonknight (ich kann in TESO nur Tank. Die anderen Klassen liegen permanent im Dreck. Kriege ich einfach nicht gebacken) namens – natürlich – Ghurab durch die Region Glenumbra gehüpft und wollte, bis die bösere Hälfte auch wieder eine Game Time Card hat, mein Crafting steigern. Tja. Nicht so einfach. Ich habe die komplette Region abgegrast, das hat drei Stunden gedauert … und ich kam auf 34 Erzbröckel. Vierunddreissig! Das ist ein Nasenwasser. Ist das so gewollt, dass Crafting in diesem Spiel einfach nur für den Fuß ist? Man muss aber basteln, da die Questbelohnungen nicht klassenspezifisch sind und man so in 70% der Fälle nur Verkaufsschrott bekommt. Von der Seltenheit von Rüstungs– und Waffendrops in freier Wildbahn mal gar nicht zu reden!

Und immer dabei: Lag. Noch mehr Lag. Und Rubberbanding. Ich kam mir in den Städten vor wie in Second Life auf einer falsch bebauten, vollen Sim. Und noch schöner: dämliche Bugs im Dutzendpack. Am feinsten zweifellos der, dass man manchmal nach heftigem Lag, unmotivierten Ladescreens und Herumgeworfenwerdens plötzlich Disconnect mit der Meldung bekommt, dass man vom Server getrennt worden wäre, weil man zu viel im Chat gespammt hätte. Unnötig zu erwähnen, dass ich den Chat nicht einmal offen habe, geschweige denn in ihm schreiben würde. Trotzdem hat es mich in diesen drei Spielstunden zweimal mit dieser Meldung gekickt.

Es ist wirklich kein Wunder, dass dieses Spiel kein Erfolg wurde. Nach einem Jahr Betrieb immer noch so ein Bugfest.

Aber: Es sieht hübsch aus. Ich mag die Kantigkeit meines Charakters. Und die Lichteffekte. Das schöne Bumpmapping. Das Design ist zwar gerade in den Städten häufig MMO-Standardkost, aber manchmal trumpfen sie auch auf. Wie die Mühle am Meer, die Häuser auf der Wüsteninsel oder die halbrunden Bauten bei den Orcs.

Ich werde das Spiel weiter testen. Immerhin ist es mir schon gelungen, ganz kostenlos meine Rüstung so hässlich zu färben, dass ich lieber wieder in der Seadrake-Verkleidung herumlaufe (Appearance-Tab! Zwar nicht sehr individuell aber immerhin ein Anfang). Und wenn es dann ab März nichts mehr kostet … you can´t argue with free. Wird dann mein Manthra.

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