Zwei Stories zum Preis von einer!

3. Februar 2015

Das Tal liegt unter mir und riecht nach Schnee und Dreck. Ich springe vom Speeder – die Zeldrate blieb heute auf der Insel, damit keine Spuren uns verraten können – und schleiche bis zur Baumgrenze. Ich biege die Zweige eines Busches auseinander, Schnee stäubt auf und ich verharre etwas. Dann sehe ich nach unten.

Sheysas Informationen waren korrekt. Etwa zehn, fünfzehn Männer und Frauen mit dem seltsamen Wappen, das der Alte sich zugelegt hat, wuseln durch das Dorf, schikanieren die Bewohner und treiben sie zurück in ihre Häuser. Sie ist nicht dabei. Aber soviel Glück hatte ich auch gar nicht erwartet. In dem Beutel, den ich umgehängt habe, klirrt leise Glas. Ich habe noch einen Umweg gemacht, bevor ich hergekommen bin. Nachdem ich Onkel Ginyu ein paar Credits aus der Tasche geleiert hatte. Ein paar ist gut … das Zeug ist teuer. Aber er hat sich nicht beschwert. Vermutlich hat er wiederum Vater dieses Geld abgezogen und es ist ihm deshalb egal.

Also gut. Das Warten ist vorbei. Ich habe mich wochenlang damit abgelenkt, auf jede Ruine der Insel zu klettern, jeden einzelnen Tag damit verbracht, zu trainieren. Jede Sekunde, jeder Gedanke. Alles führt auf den Moment zu, den ich hier und jetzt vorbereiten werde.

Es sind keine Zweifel in mir. Ich tue das Richtige. Ich tue es für mich. Und für Tannan. Ich bilde mir gern ein, dass die Kleine mich erkennt, wenn ich Sheysa über Holo kontaktiere. Dass sie mich ansieht. Aber vermutlich findet sie nur das blaue Flackern der Übertragung spannend.

Es sind wichtige Wochen, Monate in der Entwicklung des Kindes. Der Meister sollte bei ihr sein, sollte ihr helfen, ihre Verbindung zur Macht zu spüren. Statt dessen hat der Alte Meister Concabille zu einer Marionette gemacht. Damit hat er ihr nicht nur ihre Freiheit genommen, das was das Ziel jeden Kampfes ist, sondern er hat ihr auch diese Zeit gestohlen, in der Tannan von einem hilflosen Wurm zu einer kleinen … nein, ich sage nicht Sith … ich weiß nicht was … wird.

Und mir stiehlt er diese Zeit genauso, solange Tannan bei Sheysa sein muss. Solange ich meine Energie darauf konzentrieren muss, diesen überflüssigen Kampf zu führen (kein Kampf ist überflüssig).

Und deshalb stehe ich unter Druck, das alles hier so schnell wie möglich zu beenden. Ich kann nicht mehr warten, bis Sheysas andere Verbündete endlich ihr Zögern beenden. Bis sie aufhören, immer nur zu reden. Immer nur an ihren sinnlosen politischen Vorteil zu denken. Verdammte Kleingeister. Besitz, Einfluss … das ist so bedeutungslos! Es geht nur um Freiheit.

Ich warte, bis ich klar ausmachen kann, welches der Häuser der Wachtposten von Arovals Leuten ist. Dann ziehe ich das Schwert. Die Runen an Griff und Klinge leuchten auf, die Rune in meiner Handfläche antwortet.

Ich laufe los.

Zehn Schritte. Zwanzig. Hundert. Sie bemerken mich. Gut!

Ich tanze, webe einen Kokon um mich, lenke ihre Blasterschüsse ab. Nichts trifft mich. Ihr seid nicht meine Gegner, kleine Menschlein. Ihr seid nur die Botschaft.

Ein Sprung auf das Dach eines Schuppens. Aus Schreien werden Befehle. Sie organisieren sich. Besser.

Ich packe den, der die meisten Streifen am Ärmel hat, mit der Macht, schleudere ihn gegen einen Zaun. Bevor die Spitzen darauf seine Organe zerreissen ist er tot, habe ich ihm das Genick gebrochen.

Nun zum Rest von euch … Seid ihr bereit, für den Alten zu sterben? Ja? Gut – das bedeutet, wir haben das selbe Ziel. Denn ich will euch für den Alten tot sehen!

Zehn Minuten sind vergangen. Es ist ruhig geworden. Riecht nach Blut, Angst und allem, was ein Schlachtfeld so an Organischem bietet. In den matschgefrorenen Räderspuren der Dorfstraße sammelt sich in hellroten Schlieren das, was übrig ist. Ich sehe die Dorfbewohner wie hektische schwarze Ameisen das Flusstal hinunter flüchten. Das ist hilfreich aber nicht unbedingt nötig. Es reicht, dass sich der Wachposten nicht meldet.

Nichts wird sich hier mehr melden.

Ich führe die flache Seite der Klinge zur Stirn. Erweise meinen Respekt, denn sie haben gut gekämpft. Mich sogar einmal getroffen. Nur ein Streifschuss an der Seite. Trotzdem – Respekt.

Was sie nicht getroffen haben ist die gepolsterte Tasche. Ich richte das Holo der Wachen so aus, dass es einen Tisch in der Mitte des Raumes optimal im Sensor hat. Baue mein Stillleben auf.

Dann gehe ich.

Zurück bleibt eine Flasche Whisky. Den, den sie am liebsten trinkt. Daneben zwei leere Gläser. Und auf dem Etikett der Flasche ein paar Koordinaten.

Wenn das mal keine romantische Einladung ist.

Sie wird allein kommen. Oder zumindest allein kämpfen … wenn der Alte ihr nicht die Ehre aus dem Leib gehext hat. Auch ich werde allein kämpfen. Aber nicht allein sein. Sheysa wird die Kleine bringen. Skaara die beiden schützen. Und Onkel Ginyu wird mit seiner üblichen Schläue dafür sorgen, dass wir, wenn der Alte uns eine Falle stellt, trotzdem entkommen können. Der Ort ist gewählt. Ein verfallenes Gehöft in der Nähe der Mineninsel, direkt an der Küste, war wohl einmal eine Fischerhütte. Überall nur freie Flächen, bis zum Fluss und zu den Bergen. Nichts kann sich ungesehen nähern. Platz genug für uns.

Es ist unser Kampf.

Ja, ich werde mein Versprechen halten, werde weiter gegen Aroval kämpfen. Aber das hier hat Priorität. Das hier geht vor.

Und dann endlich Freiheit!

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Anderswo …

Die Ballroom Blitz stürzte dem Planeten entgegen, einen feurigen Schweif hinter sich herziehend wie die Schleppe eines Hochzeitskleides. Langsam … ganz langsam, fing sich das Schiff. Richtete sich auf und glitt kontrollierter, ritt in einem immer idealer werdenden weiten Bogen auf der Atmosphäre der blaugrünen Kugel, die immer größer wurde und schließlich in einem unendlichen Halbrund das kleine Raumschiff einfach verschluckte.

An Bord legte sich die Hektik, bereitete sich jeder auf die Landung vor. Trick hatte sein Bestes getan und das angeschossene Schiff stabilisiert. Von den Verfolgern war nichts mehr zu sehen. Entweder hatten sie die versteckten Sprengladungen in den Frachtkisten erledigt oder sie glaubten, dass die Ballroom Blitz nur noch Weltraumschrott wäre.

Dewey konnte sie jedenfalls nicht mehr spüren. Er eilte durch die Gänge, suchte nach Schwachstellen, die sie beim Flug durch die Atmosphäre doch noch auseinander reissen könnten. Gleichzeitig erweiterte er seine Sinne, um weiter draußen auch … Dinge wahrzunehmen. Aber er fühlte nichts. Gut. Sehr gut.

Sie würden es schaffen. Der Angriff mochte sie erst einmal lahm geschossen haben, aber der Planet dort unten war bewohnt. Viel Leben. Nicht nur tierisches.

Würden sie zusammenarbeiten? Bis jetzt deutete noch nicht viel darauf hin. Ja, in einem Moment der unmittelbaren Bedrohung hatten sie s geschafft, sich nicht die Schädel einzuschlagen. Aber war das nun ein Silberstreif am Horizont oder nur nackte Panik gewesen?

Immerhin war eine Sache passiert. Endlich einmal. Nicht wirklich sehr … direkt. Aber ein Anfang.

Dewey lächelte.

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Weiter mit OOC: Gestern gab es Piraten-RP. Wie man lesen kann. Mit dem Angriff einer imperialen Fernpatrouille. Und einem Fast-Absturz. Jetzt muss man sehen, wie man sicher den Boden erreicht und dann wieder genauso sicher abhebt.

Die Ghurab-Geschichte ist eine Vorbereitung auf den Kampf. Den Kampf. Ich habe jetzt deutlich über einen Monat darauf gewartet, aber die politische Fraktion kommt nicht aus dem Quark. Deshalb lasse ich Ghurab selbst die Initiative ergreifen. Danach kann es gern wieder mit Politik und Kriegsräten und sonstwas weitergehen – das ist mir Wumpe (dann kann ich sogar gern helfen, den Alten anzugreifen – obwohl das vermutlich niemand möchte). Aber bevor mein Charakter Moos ansetzt, wird er jetzt loslegen.

Heute gibt es Besprechung und ein wenig PvE (yay, Hardmodes!), dann Mando-Dienstag. Wann das Piraten-RP weitergeht weiß ich nicht – es ist gestern so spät geworden, dass ich überstürzt off musste, bevor wir einen nächsten Termin ausmachen konnten. Na, ich hoffe mal, dass man mir Bescheid sagt!

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  1. Tanja
    3. Februar 2015 um 2:29 pm

    Voll der Hipster eyh….

  2. Tanja
    3. Februar 2015 um 2:39 pm

    Jetzt hat er ne Hipsterfrisur…..erst Emo….jetzt Hipster…

    • 3. Februar 2015 um 2:41 pm

      Dasis nicht der selbe! Das is der Sohn vom Ex-Emo!
      Hipsterfrisur? Das sind Haare, Mann! Hipster haben einen Dutt!

  3. Tanja
    3. Februar 2015 um 3:22 pm

    Echt? Letzte Woche hatten die noch diese Tim und Struppi-Frisur.Jetzt Minidutt und Vollbart?

    • 3. Februar 2015 um 3:44 pm

      Nein, jetzt hat er Glatze. Keine Ahnung ob Glatze der neue Minidutt ist.

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