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Lord Rednelak: Ein Ruf zu den Waffen.

5. Mai 2015

Der Weg von Schlaf zu völliger Klarheit war noch nie lange für ihn gewesen. Ein Übergang, ein, zwei Sekunden.

Das Piepen seines persönlichen Holo-Coms mitten in der Nacht. Eine Sekunde, zwei Sekunden, drei, vier, fünf … Benommen setzte er sich auf. Chufash rutschte neben ihm zur Seite und murmelte halb im Traum und kaum verständlich „Geh ran … müde“. Er rieb sich die Nasenwurzel und schüttelte den Kopf. Die letzten Tage waren zu friedlich gewesen; er war langsam, tranig … zufrieden.

Sie hatten sich gehen lassen. Das erste Mal seit längerer Zeit – ein halbes Jahr? Noch länger? – hatten sie das Haus für sich allein und damit die seltene Möglichkeit, die seit über vierzig Jahren für alle Welt aufgeführte Scharade „einander völlig gleichgültiges Sith–Ehepaar“ aufzubrechen. Miteinander zu sein, statt nebeneinander. Der großen Schwäche, die er mit sich herumtrug wie eine ewig blutende Wunde, nachgeben. So tun, als sei das hier normal. Ferien. Wenn er wieder ging, wenn sich Besuch ankündigte, wenn irgendetwas geschah, würde ein automatisierter Memory Wipe der Butlerdroiden alles wieder ins Lot bringen. Es war nie geschehen. Sie hatten sehr viel Übung darin, ihr Geheimnis zu wahren. Für diese Momente, kostbar und selten. Ferien.

Ein Lord der Sith hatte keine Ferien. Er hatte gestohlene Zeit und anscheinend nicht einmal das. Das Holo-Com piepte unverdrossen weiter. Chufash hob nun doch die Lider und sah ihn an, ihre gelben Augen leuchteten in der Düsternis des Schlafzimmers. „Red, es ist mitten in der Nacht. Geh ran oder drück es weg. Aber wenn es weiter nervt, werfe ich es aus dem Fenster.“

Rednelak griff nach der dünnen Robe, die neben dem Bett einen unordentliche Haufen bildete – Ferien – und zog sie im Aufstehen über. Als er den ersten Schritt machte, war er völlig klar im Kopf. Szenarien, Möglichkeiten entfalteten sich in seinem Geist und trafen auf Lösungen.

Er ging hinüber zum Tisch. Seine private Frequenz hatten nur wenige. Die Kinder, Ginyu (ja, Ginyu), und ein paar der engsten … Kollegen.

Ein Blitz kündigte das nächste Gewitter an. Vom zur Terrasse hin offenen Fenster kam ein ozonsatter Luftzug, warm und stickig, die Vorhänge bauschten sich nach innen.

Die Comfrequenz schien im ersten Moment unbekannt, dann schnappten Zahlen, Buchstaben an ihren Platz. Darth Akiratis. Nichts persönliches, nur einText. Rednelak seufzte gereizt und ließ sich schwer auf einen Stuhl fallen. Der Lederbezug knarrte, als er sich vorlehnte um zu lesen.

Ah. Nun. Er zupfte an einem Kinntentakel, dachte nach.

Er sah auf. Chufash beobachtete ihn, die dünnen Arme um den zerbrechlichen Oberkörper geschlungen, leichte Gereiztheit ließ sie die Lippen zu einem Strich pressen. Sie schwieg ihn an. Eine eindeutige Aufforderung.

„Darth Akiratis. Ich soll in zwei Tagen wieder auf dem Schiff sein.“ Rednelak schaltete das Com aus; der blau leuchtende Text zuckte zurück ins Nichts des Äthers.

„Sagt er, um was es geht?“ – „Nein, nichts Konkretes. Aber ich vermute, dass es sich jetzt endlich auszahlen wird, dass ich mich bei Seniai Qo engagiere.“

Rednelak erhob sich und ging zurück zum Bett. Ein weiterer Blitz malte einen harten Schatten vor seine Füße.

Chufash rutschte zur Seite, hob das dünne Laken. Er glitt neben sie, schloss sie in die Arme – wie winzig sie war … kleine, dünne Sith. Er spürte ihren Atem an seiner Brust, ihre Stimme gedämpft von Haut und Muskeln. „Das heißt, wir haben nicht mehr ganz achtundvierzig Stunden.“ Er gab einen bestätigenden Laut von sich, legte die Wange an ihr Haar. Schon halb wieder bei seinen Forschungen, bei dem, was der Darth fordern könnte. Das Gewitter wanderte auf Beinen aus Blitzen durch den Talkessel von Kaas City.

Keine Ferien.

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OOC: Ja, Plot geht los. Mal sehen, ob es sinnvoll ist, mit dem Lord daran teilzunehmen oder ob nicht doch Mowgli die bessere Wahl wäre. Ich möchte Rednelak nicht zu sehr im Hintergrund lassen, weiß aber noch nicht, wie ich mich mit ihm einfügen kann. Na, wird sich zeigen.

Seit gestern ist der zweite Teil von Ziost live. Ich habe mich dort zusammen mit Genthri und Geri vergnügt, war aber im Großen und Ganzen etwas unterwältigt. Irgendwie ist die Motivation unklar. Sicher, dieses ganze Szenario ist gewaltig, grausam und sehr mitreißend (zumindest ich möchte Vitiate nun wirklich, wirklich gern ASAP den Arsch aufreißen!) aber … war das alles? Wann geht es weiter? Warum? Und überhaupt!

Außerdem ist wieder Mega-XP-Dings für Abonnenten, was mir die Möglichkeit gibt, mir einen neuen Merc hochzuzüchten, da Khalb ja etwas festhängt. Ich habe mich optisch für das komplette Gegenteil meines kleinen mando`ad entschieden. Der Neue ist ein gigantischer Berg von blauem Twi`lek. Wird wohl kein Mando, vermutlich nichtmal außerhalb des NSC-Status im RP auftauchen. Aber das sage ich ja immer.

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