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Khalb und Garrm – Film noir

26. Mai 2015

Die Tür schloss sich hinter Illjana mit einem eher ungesunden Knarzen und der scharfe Geruch der zerbrochenen Tihaar-Flasche zog auf den Balkon. Garrm und Khalb sahen noch eine Weile in Richtung Ausgang, als würde die betrunkene Blondine jede Sekunde mit Rollschuhen und einem Federfächer zur großen Schlussnummer zurückkehren. Tat sie nicht.

Da ihr Gast nun verschwunden war, wechselten sie wieder in mandoa.

Khalb rümpfte die Nase. „Das hätte irgendwie auch schöner laufen können.“

Garrm lachte. „Du bist immer noch völlig verknallt in sie.“ – „Ach red´ keinen Scheiß. Sie ist meine vod und sie hatte ´nen Dreckstag. Ich fänd´s eben nur schöner, wenn wir uns nach der langen Zeit wiedersehen könnten ohne dass ihr gleich die Imperialen wieder am Arsch hängen.“

Ein Schulterzucken seines ori`vod. „Ist doch keine große Sache, Mann! Hier werden jeden Tag Schiffe geklaut. Ständig! Wir helfen ihr einfach, das Ding wiederzuholen.“ – „Na klar. Wir sind ja die großen Detektive, ne?“ – „Du vielleicht nicht, ich aber schon. Erinnerste dich an die Twi`lek, die Vorzimmerlady dieses Hutten? Wie wär´s, wenn wir mal charmant sind –also ich, du bist da ja nicht so der Checker-“ – „Ey, du Sack!“ – „- ich aber schon, und dann kommen wir bestimmt an die Aufzeichnungen der Kameras vor dem Hangar. Dann weiß Illjana zumindest schonmal, in welche Richtung der Dieb abgezwitschert ist.“

Khalb sah Garrm reichlich verblüfft an. „Das ist sogar mal eine richtig sinnvolle Idee! Und mit den Aufzeichnungen schütteln wir ein paar mehr Infos aus den Pennern, die vor dem Raumhafen rumlungern.“ – „So sieht´s aus. Beste Detektive von Galaxis.“ – „Absolut!“

Eine Weile versicherten sie sich noch gegenseitig, wie erfolgreich diese Jagd laufen würde, dann schwiegen sie wieder, sahen, auf die Brüstung des winzigen, Cigarastummel übersäten Balkons gestützt, hinunter in die bunten Straßenschluchten und hingen ihren Gedanken nach.

Schließlich stieß sich Garrm vom Geländer ab, dehnte die Schultern und ließ die Wirbel knacken. „Und was ist damit, dass wir dann auch wieder für die Imperialen arbeiten?“ – „Was soll damit sein?“ – „Das letzte Mal lief´s ziemlich beschissen. Ich mag dieses ganze Bücklingsgetue nich.“ – „Deswegen sind wir ja gegangen.“ – „Und weshalb soll´s nun besser laufen?“

Khalb kratzte sich in seinem eitlen Bärtchen. „Weil es diesmal erstens nich das Militär is und wir zweitens die ganze Zeit das machen, was wir eh tun. Jagen.“

Garrm schob skeptisch die Unterlippe vor, grinste dann. „Na gut, tut ja nicht weh. Solange mir nich wieder jemand wegen irgend ´ner Furz-Kleinigkeit krumm kommt, ist es auf jeden Fall okay, so ´nen festen Kunden zu haben.“ – „Aber ers´mal Illjanas Problem.“ – „Ja, ers´mal Illjanas Problem.“

Sie nickte sich zu. Es brauchte keine große Absprache. Sie kannten sich lange und gut genug. Sie gingen ins Zimmer, griffen sich ihre ´gam und machten sich dann noch einmal auf in die Untiefen der tausend Ebenen. Hinein in die Welt aus Neon, Düsternis und grellem Durcheinander. Hoch hinauf auf die Promenade, die glänzende Kirsche auf dem madenwimmelnden Kuchen des Schmugglermondes.

Die Twi´lek-Sekretärin. Ja, warum auch nicht?

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