Spaceclowns!

23. Juli 2015

Ich weiß nicht, woher es kommt – aber derzeit bin ich nicht in der Laune für IC-Stories. Es passieren Dinge. Viele sogar. Die Seniai Qo jagt Dr. No. Oder den Demagol-Jünger und seinen Kult. Eins von beidem. Außerdem hätte der Lord neben einer Einladung zum Essen des auf Kaas erlegten Reptils noch mit seiner ältesten Tochter einen Orovogel zu rupfen, Nudarah hat mal wieder zugeschlagen und wohl Concabille gefangen, Khalb will Frann befreien und überhaupt haben die Mando-Buben ein neues, sehr großes Spielzeug über dessen Namen sie sich uneins sind. Und nicht zu vergessen: Captain Lab sitzt immer noch auf Illjanas Schiff und will das Blue Fire wiederhaben.

Aber irgendwie mögen sich keine Worte bei mir einstellen.

Das Nacherzählen von erlebten Stories ist sowieso schon länger nicht mehr wirklich meins. Ich fülle lieber die Lücken zwischen Spielabenden mit dem, was meine Charaktere „meanwhile“ so tun. Aber trotzdem ist da im Moment wenig Kreativität.

Ich zeichne mehr. Das geht tatsächlich noch ganz gut – auch ohne allzuviel Inspiration. Jetzt gerade habe ich mir selbst einen Arm auf den Rücken gebunden, weil ich unbedingt in unvertrautem Medium arbeiten möchte um zu üben und zu lernen.

Normalerweise entstehen meine Illustrationen vollständig digital in Photoshop. Sogar die Scribbles und Vorzeichnungen sind mittlerweile nicht mehr auf Papier und anfassbar. Photoshop ist mein Home Turf. Darin bin ich fix, damit arbeite ich schnell und kann mich maximal ausdrücken.

Aber neulich habe ich im Rahmen meines Broterwerbs eine Illustration für ein Spielecover komplett in Illustrator (ein nicht-Grafikern vermutlich weniger bekanntes Produkt aus dem Hause Adobe, das komplett auf Vektoren basiert) erstellt, damit es zur Restanmutung passt. Ich habe geschwitzt, geflucht, ewig lange gebraucht … und Blut geleckt. Ja, ich nutze Illustrator schon ewig für Schachteldesigns, für Erklärungsgedöhns und andere technische Dinge. Aber Illustrationen … die habe ich damit bisher tunlichst vermieden.

Vektorgrafiken haben den Vorteil, beliebig skalierbar zu sein, da sie nicht aufpixeln, wenn man sie vergrößert, weil sie auf Linien zwischen Punkten basieren. Sollte ich also jemals ein Seitenbanner für den Frankfurter Messeturm machen wollen, ist Vektor die erste Wahl. Außerdem mag ich derzeit die kühle, technische Glätte. Es ist eine Phase.

Jedenfalls folgte der Cover-Illu sehr bald ein kleiner Baron Samedi für den Laden einer Freundin. Klar, Vektor … kann man dann auf Ballons drucken. Und so.

Und dann hatte ich Lust ganz privat etwas für mich zu machen. Rednelak in Vektor. Und noch dazu in einem Stil, der irgendwo zwischen Johnny Bravo (die Älteren mögen sich an diese wegweisende Serie aus den Neunzigern erinnern) und Young Justice (ja genau, die Superhelden-Serie die eingestellt wurde, weil WB ein Problem damit hatte, dass zu viele Mädchen, die in der Phantasie der Warner-Executives wohl zu wenig Actionfiguren kaufen, die Serie für sich entdeckten. Einfach mal das Interview von Kevin Smith mit Paul Dini dazu anhören und fassungslos den Kopf schütteln) herumschlumpft.

Und daran hänge ich jetzt. Eine Illustration, die mich in Photoshop eine, vielleicht zwei Stunden maximal gekostet hätte, beschäftigt mich seit bald zwei Tagen in jeder Arbeitspause. Fertig wird er sicher – aber ob ich danach jemals wieder so etwas mache, steht noch in den Sternen.

Aber jetzt endlich einmal den Bogen zur Überschrift schaffen. Spaceclowns! Seit gestern kann man in SWTOR Togruta-Charaktere erstellen. Tilda hat sich mit unheiliger Faszination eine halbe Stunde nach Korriban gesetzt und die wimmelnden Horden der „Àahsòhkàas“ und „Schàagtìis“ beobachtet. Genthri hat seinen Caennos zum Knödelkopp umgebaut und sich während der IC-Besprechung des Angriffs auf die Valor unauffällig auf der Brücke neben uns gestellt. Und ich … fahre fröhlich brüllend auf dem Bandwagon mit und habe mir einen grauen Togruta-Agenten (wird mal Sniper, diese Klasse fehlt mir noch) gebaut, der aber erst gespielt wird, wenn die Welle etwas weitergeschwappt ist. Oder zu ungewöhnlichen (leeren) Zeiten.

Außerdem gibt es den Yavin-Stronghold. Ich habe Erias teilbesichtigt und bin unsicher. Ja, es sieht schön aus und hat riesige Außenflächen. Super für Mando-RP, super für Sith-RP. Aber es ist knackenteuer. Und ich nutze Strongholds praktisch gar nicht. Und ich muss mein Geld zusammenhalten, da mein herbeigesehntes Whitefang-Reittier vermutlich im zweistelligen Millionenbereich unterwegs sein wird – was dem kompletten Vermögen aller meiner Charaktere zusammen entspricht. Whitefang größer Yavin. Auf jeden Fall.

Aber der Stronghold läuft ja nicht weg. Irgendwann …

Und bis dahin levle ich den grauen Clown und wurstle wohlgemut in Illustrator.

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