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Weitere Freude am Viktorianischen

23. März 2016

Ich habe ein recht gespaltenes Verhältnis zu Steven Moffats Werk und Schaffen. Als Autor hat er meine liebsten Dr. Who-Folgen geschrieben (The Empty Child, Silence in the Library, Blink, The End of Time …) aber auch den größten Quatsch verbrochen, mit Logiklöchern groß genug, dass man einen LKW durchfahren könnte (Let’s kill Hitler, The Wedding of River Song oder das völlig unsägliche The Angels take Manhatten).

Fairerweise muss man sagen, dass die schlimmen Folgen alle entstanden, als er schon Showrunner war. Soll also heißen, dass er ein brillanter Autor ist, wenn er jemanden über sich hat, als Chef aber jeden Charme verliert.

Dies nur als Vorbemerkung. Denn eigentlich geht es ja um eine andere Serie. Bei der er zum Glück den Vordersitz nicht alleine innehat und die deshalb also recht durchgehend eine hohe Qualität aufweist – Sherlock.

Klar, es lebt vom ge-Fangirle um Buckingham Cumbersome – aber der Mann hat schon eine tolle Stimme (ist ja nicht umsonst Smaug geworden … fuck, waren die Hobbit-Filme schlimm …) und eigentlich ist der ganze Cast der Serie sehr unterhaltsam.

Und jetzt gab es diese grandiose viktorianische Weihnachtsfolge. Ziemlich Meta (hey, ein viktorianische Magazin-Beilagen-Serie wird ins Jahr 2010 verfrachtet und hat dann eine Folge, die 1895 spielt …) und eigentlich total up my alley.

Denn ich bin noch völlig im Thema. Wegen der Werwölfe und so. Also habe ich mit großer Freude mal nachgeschaut, was die BBC uns da serviert.

Keine Werwölfe – wäre aber auch etwas viel erwartet. Aber eine unterhaltsame Story um einen sehr mobilen Leichnam. Und dazu noch plötzlich …. Moment … was war das?

Nein … Moffat, bitte nicht. Tu‘ das nicht. Das hast du nicht nötig …

Ach verdammt, jetzt hat er es getan.

Jap, er hat es getan. Was, verrate ich nicht. Spoilers und so. Nur so viel – möglicherweise hilft es, betrunken zu sein, wenn man das letzte Drittel der Folge anschaut.

Aber ansonsten: hübsch. BBC-üblich hohe Ausstattungsqualität bis ins Detail und sichtlich gut gelaunte Schauspieler. Lohnt also in jedem Fall.

Dennoch würde ich es begrüßen, wenn jemand Herrn Moffat wieder einfangen würde. Das lief bisher so gut, da muss man keine River-Song-Volten drehen.

Bitte?

Aber im Ernst – testet den Namensgenerator. Do it dudes!

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