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Meine andere Story ist gerade in der Reinigung …

4. Dezember 2016

Das ist eine Story. Die Begegnung des Garou mit dem Iteration-X-Magus Hippolyte Redbarnes. Die heldenhafte Verfolgungsjagd, der Kampf Natur gegen magische Technik. Offenes Ende, alles ist möglich. Die Beteiligten hatten Spaß, Spannung, keine Schokolade. Also eine wirklich gute Abendbeschäftigung.

Und dann gibt es dagegen das hier …

Nichts gegen Captain Lab. Ich mag meinen mirialanischen Taugenichts. Sehr. Auch wenn ich ihn im RP derzeit nicht führe.

Aber ich habe mit ihm die Knights of the Eternal Throne-Story fast durch (ich bin am Anfang des letzten Kapitels) und das ganze Ding ist das Äquivalent eines Burgerbrötchens: Fluffig, lässt sich problemlos auf ein Zehntel der Größe zusamendrücken und ist ohne Füllung witzlos.

Definitiv spektakulär anzusehen. Trendthema Dyson Sphere und so. Wirklich hübsch. Design und Umgebung top wie immer. Das können sie bei SWTOR auf jeden Fall.

Aber … sonst fast gar nichts. Eine maximal lineare Story in maximal schlauchförmigen Leveln mit den immergleichen Gegnern und so überraschend wie eine Telenovela, nur dass niemand die Silbermine erbt wenn Jacques ins Koma fällt. Ein paar neue Ideen, die einem aber auch erstaunlich bekannt vorkamen.

Und weil alles so gut läuft, verärgert man die langjährigen Spieler in dem man – surprise, Motherfucker! – seine Aussagen wiederruft (wusste ja schon Adenauer: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?) und die noch fehlenden Comapnions einfach stillschweigend unter den Tisch fallen lässt.

Ja, klar. Wozu braucht man Fan-favourite Companions wie Quinn, Andronikos, Mako, Doc, Kira, Risha oder Akaavi, wenn man solche Herzchen wie Broonmark, Rusk oder Skadge schon bekommen hat? Ja, wozu nur …

Ich bin eher so mittelbegeistert. Und dass es einen neuen Grind gibt, gegen den sich der Allianzschwachsinn wie Kindergeburtstag ausnimmt und sogar TESOs Champion-Punkt-Gestoppel geradezu blitzgeschwind wirkt, hilft nicht wirklich.

Irgendwie alles langsam eher uncharmant. Schade. Sehr schade. Ich habe dieses Spiel einmal wirklich geliebt. Doch Bioware hat es langsam aber unerbittlich vor die Wand gefahren. Oder ich bin eben nicht mehr die Zielgruppe.

Und dabei haben wir uns gestern auf der Couch noch so begeistert darüber unterhalten, dass wir gern mal ein Star Wars-D20-Crime-P&P spielen wollen. Das Thema „Galaxis weit, weit entfernt“ hat also absolut nichts von seinem Reiz eingebüßt. Nur das Setting in SWTOR war vor ein, zwei Jahren irgendwie attraktiver.

Schade drum!

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  1. 5. Dezember 2016 um 6:40 am

    Mann, was bin ich froh. Wenn es Dich immer noch vom Hocker reißen würde, müsste ich dauernd gegen mich alleine antreten! :p
    (jaja, hab wohl meinen liebensgewürzigen Tag heute, grinst und schiebt den Krückstock mal zur Seite um Dir ein mit Spass, Spannung UND Schokolade gefülltes Hamburgerbrötchen anzubieten.)

    • 5. Dezember 2016 um 10:59 am

      Ach, irgendwie habe ich mich in den letzten zwölf Monaten schon immer weiter von SWTOR ent-liebt. Irgendwie wurde es langsam schal.
      Das kann bei SL nun nicht so schnell passieren, weil man ja an kein Setting gebunden ist.

  2. 5. Dezember 2016 um 10:31 am

    Das Spiel ist in die Jahre gekommen, das bearbeitende Team sitzt gelangweilt vor den Rechnern, die Top Köpfe planen an anderen Spielen herum und der Hausmeister kümmert sich um die Storys, falls die Leute an den Rechnern nicht gerade mit irgendwelchen Spinnen spielen, die ihre Monitore und Tastaturen einweben.
    Es ist, wie bei fast allen Spielen, nach den ersten 2 oder 3 Jahren ist die Luft raus. Story werden nur noch wie pampiger Kartoffelpürre auf den Teller geklatscht…..der dumme User wird’s schon fressen und bezahlen. Das Game schafft es heute vielleicht gerade noch sich selbst zu finanzieren, wie soll man dann noch Leute bezahlen können, die gute Ideen haben und diese auch umsetzen. Ist bei vielen Games so, bei STO werden zum Beispiel nicht mal mehr Bugs oder Übersetzungsfehler entfernt. Is echt schade…….

    • 5. Dezember 2016 um 11:00 am

      Obligatorisches „Früher war alles besser“: Da hatten MMOs noch deutlich längere Lifecycles.

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