Überbemuskelung

7. Januar 2017

Nur ad-Din
… gibt es für mich bekanntlich nicht. Weder im RL noch beim Zeichnen.

Wo ich hingegen vorsichtig bin ist SL. Second Life ist der Hort aller Übertreibung, die Wiege des „zu viel“. Da passiert es schnell mal, dass irgendwelche Damen mit ihrem Brauereigaul-Endstück durch keine Tür mehr passen oder einige Herren die richtige Ausfahrt für realistische Proportionen verpassen und bei „Erbsenkopp mit Armen zu kurz zum an den Eiern kratzen“ landen.

Mit Meshbodies wurde das nicht besser. Zum Teil sogar schlimmer. Und man kann nicht einmal den Herstellern Vorwürfe machen. Es gibt für männliche Avatare nicht all zu viele Bodies. Aber trotzdem ist für jeden etwas dabei. Vom abgelutschten Gummibärchen von TMP, das jeden zufrieden stellen sollte, dem Körperdefinition ein Gräuel ist, über die solide Normalovariante von Slink, den knuffigen Adam-Body (mein Lieblings-Meshbody) bis hin zu … Aesthetic von Niramyth.
Very, very old Assamite

Das war interessanterweise der erste Meshbody, den ich mir je gekauft habe. Damals noch aus dem Grund, dass ich meine Narben/Wunden/Brandings/etc. darauf fitten wollte. Nur um festzustellen, dass dieser Body kein Omega System unterstützt – zumindest nicht für Skins und Tattoos. Haha, Noob.

Also legte ich das Ding als teure Lerneinheit ins Inventar und wechselte zu Adam, wo ich bis heute blieb.

Und dann kam mal wieder das RP dazwischen. Ein NSC wurde gebraucht. Ein dreitausend Jahre alter Warrior Banu Haqim. Und da kam mir mein im Inventar gammelnder Aesthetic-Body wieder in den Sinn. Zwischenzeitlich hatte ich das Ding nochmal für meinen Werwolf entstaubt, für den ich ihn aber dann doch nicht verwenden konnte, da man nur die eingebauten Skins nutzen kann (Fremdapplier? Niemals!) und die mit heller Haut nicht funktionieren, da das Shading cyanlastig ist und man deshalb bei blassen Charakteren immer denkt, dass sie sich einem gleich vor die Füße übergeben. (Vom mitgelieferten Meshkopf rede ich übrigens am Besten gar nicht. Nur Leute, die einen wirklich schlimmen Sinn für Humor haben, benutzen das Ding!)

Aber der Banu Haqim wäre natürlich dunkel. Sehr dunkel.

Und verdammt muskulös.

Also probierte ich es aus – und war positiv überrascht. Zwar ist der Kapuzenmuskel immer noch derart übertrieben, dass selbst die enthusiastischsten Pumper irritiert den Kopf schütteln würden, aber im Großen und Ganzen ist der Herr Assamit sehr knusprig geraten.
Nur ad-DinUnd vor allem – hier funktioniert der Skinshading-Ton! Zwar brauchte ich einen Bleacher für die Tellaq-Skin vom Kopf, aber das war noch zu verkraften.

Die Klamotte gabs gefittet als Gacha-Komplettset vom Marketplace (90 Linden. Schnäppchen gemacht) und die Extrem-Snakebites fand ich in meinem Inventar herumliegend und sehr passend.

Also ich bin zufrieden. Schade, dass der Niramyth-Body nur so eine kleine Verwendungsspanne hat – aber da Rest-SL ja selten zu kaukasisch-hellen Hauttönen neigt, sondern mehrheitlich auch als Nord-Charakter als sonnenbankgegerbtes Ledersofa herumläuft, bin ich mit meinem Problem „ein Get of Fenris aus Schweden hat nunmal keine mediterrane Hautfarbe!“ eine pienzige Randgruppe.

Und dank meiner diversen dunkelhäutigen Charaktere, habe ich ja tatsächlich noch Verwendungsmöglichkeiten.

Trotzdem rate ich vom Kauf dieses Meshbodies ab. Man braucht schon einige anatomische Kenntnisse, um das Ding halbwegs realistisch einzustellen. Also – Grafiker, Ärzte und Pathologen können zugreifen. Aber nur, wenn es ihnen nichts ausmacht, dass es dafür keine Narben, Brandings, Wunden und 3rd-Party-Tattoos gibt. Obwohl ich mal probieren könnte, wie sich das Ding mit Kleidungslayern verhält.

Kein Fehlkauf mehr. Nur sehr spezialisiert. Rede ich es mir mal schön, damals fast 2800 Linden in den Orkus geblasen zu haben. Tja. Hinterher ist man immer schlauer und guckt mittlerweile erstmal auf der Meshbody-Addicts-Seite, bevor man die Brieftasche aufmacht.

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  1. ganzbaf
    8. Januar 2017 um 12:02 pm

    grunz! 😀

  2. ganzbaf
    8. Januar 2017 um 12:05 pm

    grunz! 😀

    (nur für den fall, dass mein erster kommentar nicht genommen wurde. 🙂 )

    • 8. Januar 2017 um 12:41 pm

      Tach und frohes Neues, alter Don Perverso! 🙂
      Ja, is lecker meine gut aufgepumpte Türfüllung, ne? 😀

  3. Kenny der Bastelfuzzi
    9. Januar 2017 um 10:32 am

    Frohe Ostern und so……………
    Hach ja, die lieben Meshbodies. Bei manchen Erstellern waren garantiert Drogen im Spiel.
    Gummibärchen von TMP *grins* der war gut……dieser Body ist ja in der Gay Szene ein absolutes muss….ich finde den ganzen TMP Kram viel zu überteuert. Habe mich ja nu auch mal daran gegeben einen meiner männlichen Avis in Mesh zu packen und bin am Ende dann doch nur bei Slink gelandet, wobei mir hier der HUD gar nicht gefällt, bei den Weibern kannste die eingerichteten Alphas speichern, beim neuen Männer HUD fehlt so was aber, dafür gibt’s AutoAlpha, wenn irgendwann mal Klamottenersteller Alphascripte in ihre Klamotten packen *grummel*. Ich finde es echt schade, das Maitreya keine Männerbodies machen will, denn von den Frauen Meshbodies finde ich den am besten gelungen und der HUD ist Top….aber leider sind für Maitreya Männerkörper so unestetisch….. und immer schön die Updates besorgen, denn man kann tolle Sachen erleben……. Habe einen Avi mit Meshbirne, dazu tolle Haare und bei der Avi Komplexidingenskirchen lag die gute Dame dann bei schlappen 379000 (also Jellybean für OldSchool Rechner) …. Kopfupdate und man war bei 200000, weg mit den Haaren und neue auffe Birne und es waren nur noch 105000 *jubel* … auf was man mitlerweile alles achten muss……schlimm schlimm schlimm.

    • 9. Januar 2017 um 10:57 am

      TMP ist anatomisch einfach nur nachlässig gemacht. Beim direkten Vergleich mit anderen Meshbodies fällt auf, wie wenig daran überhaupt getan wurde. Alles unkonturiert und glatt. So sehen Menschen einfach nicht aus. Dafür dann aber der teuerste aller Bodies. Albern!
      Die Beliebtheit in der Szene hat exakt einen Grund: Es gab bisher die meisten sexy Klamotten nur für TMP. Ich boykottiere das. Lieber weniger Klamotten und dafür sieht mein Avatar nicht aus, als hätte jemand eine Boyband in Frischhaltefolie geschweißt.
      Wenn Du viele Alphamöglichkeiten (definitiv besser als bei Slink) plus 50 Speicherplätze für Alphas willst: Nimm den Adam-Body. Sieht gut aus, kann was. Leider einer der Neueren und deshalb gibt´s erst wenig Kleidung darauf gefittet.

  4. Kenny der Bastelfuzzi
    9. Januar 2017 um 11:14 am

    Ich versteh den Hype um TMP eh nicht, liegt vermutlich daran, dass man einen Body ohne HUD und Alphas für Lau bekommt. Den Adam wird ich mir mal ansehen, was die Klamotten angeht, so vertraue ich da meinem Stammshop Yeliz, da hole ich mir für Männchen und Weibchen alles was ich brauche, mal schauen ob die auch den Adam berücksichtigen, immerhin machen die seit kurzem aus Klamotten nur für Meshbodys.

  5. 9. Januar 2017 um 6:08 pm

    Najaa TMP war einfach so weit ich mich erinnere der erste Meshbody Anbieter überhaupt. Sowohl m wie f. Und dann kamen Slink und Maitreya nach und die anderen, aber für Jungs kam lange nix. Insofern ist der TMP halt auch grausam bekannt, und wer zu doof ist um sich im Internet schlau zu machen (und das sind viele Leute, ich bin immer wieder verblüfft wie viele Leute durch SL rennen und eigentlich keine Ahnung davon haben), der findet halt auch nicht unbedingt Adam und Konsorten. Und ja, bei Slink ist der Hud was die Alphas angeht wirklich ein Graus, besonders im Hals-Schultern Bereich. Die Munroe verdient mit ihrem Slink label aber so viel Kohle dass ich mich wirklich frage, wäre es zuviel verlangt den Alphahud vom male Slinkbody mal zu überarbeiten? Und den Adam……..hol Dir ne Demo Kenny. Es wird langsam mehr mit den Klamotten. Guck Dir Zasta an, lach, der rennt ja schliesslich nicht nackend herum. Im Endeffekt ist bei Meshbodies aber eins immer sicher – egal was man für einen hat, man verliebt sich immer genau in das outfit das es für den den man hat nicht gibt! 🙂

    • 9. Januar 2017 um 7:14 pm

      Stimmt. Erkläre nie etwas mit Boshaftigkeit, das sich auch mit Dummheit erklären lässt! Und zu dumm zu sein, um sich über Alternativen zu informieren, ist in SL sehr bequem.

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