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Posts Tagged ‘Tyros’

Kurzbesuch zurück auf Gor

15. Januar 2017 10 Kommentare

Einladungs-RPs haben den Vorteil, dass man sich ganz seinen elitistischen Arroganzneigungen hingeben kann, da man nicht mit jedem Spielen muss. Klar, muss man eh nicht, man kann immer einfach weggehen. Aber wenn der Spielerpool sowieso schon verlesen ist, kann deutlich weniger schief gehen.

Demnächst werden also die cosianischen Piraten mal wieder für ein paar Spielsessions aus der Versenkung geholt. Und um sie den modernen Zeiten anzupassen, haben sie ein neues Schiff bekommen. Das alte hatte möbliert über 300 Prim. Das neue mit allem nur noch 165. Und dabei ist es deutlich detaillierter. Und hat zwei Ballistae!

Es ist von Galeere zu Segelschiff mutiert, weshalb es den Namen gewechselt hat. Der Rammsporn geht mit einem Segler natürlich auch nicht, weshalb es eben die zwei Torsionswaffen wurden.

Geblieben ist Laesios „reverse mermaid“. Die musste einfach!

Ebenfalls geblieben ist der Kern der Besatzung. Bootsmann Laesio und Navigator Ingula, Schiffsarzt Ganzbaf (nein, der heißt IC nicht so!) und Schiffsjunge Pavidus.

Neu hinzugekommen sind ein Kapitän und eine Arbeitssklavin.

Jetzt bin ich gespannt, wann es losgeht. Und was wir dabei für ein Durcheinander erzeugen können. Man ist diesmal im Auftrag des Ubar Chenbar von Tyros unterwegs – aber das Schiff ist, ganz historisch, im Gemeinschaftsbesitz.

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„But don’t ever take sides with anyone against the family again. Ever.“

27. November 2013 2 Kommentare

Invidia_ChenbarDas hier wird wieder ein OOC-Bericht über IC-Ereignisse, da mir im Moment ein Aufhänger fehlt, um IC zu erzählen. War auch nur ein kleines Kammerspiel, da ich recht spät in Cos aufschlug und außer Nobody keiner mehr da war.

Das Godfather-Zitat als Post-Titel hat vermutlich schon klar gemacht, dass es gestern wieder um la famiglia di Tyrone (Korrekter Fall? Was weiß ich. Mal den Italiener fragen wenn ich ihn am Freitag sehe) ging. Chenbar hat sich von Invidia auf Stand bringen lassen, was Lurius so plant und sich gleich noch ihre empathische Einschätzung der Lage abgeholt. Im Gegenzug hat er sie teilweise über seine Vorhaben für die Zukunft (natürlich nicht alles, man gibt schließlich nicht einfach so Einblick in sein Blatt, Familie oder nicht!) in Kenntnis gesetzt und ihr noch Aufträge gegeben, bei wem sie mit ihrem Charme was herauszufinden hat.

Es waren auch zwei Leute zu Besuch auf Cos; da die aber erstens Hosen-Waffen-Frauen waren (okay, eine, das andere war ein Mann) und zweitens „hier im Süden“ und „zu hause im Norden“ von sich gaben, habe ich mir die ignorante Freiheit genommen, nicht auf sie zu reagieren und statt dessen einfach das RP fortzusetzen, in das ich verwickelt war. Sie sprachen uns auch nicht direkt an, allzu unhöflich war ich damit also gar nicht. Das hat sich irgendwie zu einer Allergie bei mir entwickelt. Höre ich „Norden“, werde ich mit partieller taub-Blindheit geschlagen. Ist prinzipiell schade, da es sicher noch irgendwo Spieler gibt, die Nordleute nicht als Klischée-Fellträger (auf Cos bei fast dreißig Grad im Schatten vermutlich besonders angenehm. Pluspunkte für Entschlossenheit trotz Kreislaufkollapsgefahr!) mit „bei uns ist aber alles ganz anders und besser!“-Attitüde spielen und die in der Lage sind, ihre Charaktere schlau genug anzulegen, dass diese irgendwann auf der Fahrt über fast tausend Kilometer vielleicht begriffen haben, dass sie nicht mehr in Kansas sind. Ja, ich treffe damit bestimmt auch immer wieder die Falschen – aber in der Vergangenheit hatte ich über 90% ungute Begegnungen, da sei mir eine gewisse Vorurteilsbehaftung gegönnt. Und ist ja auch nicht so, als sei ich der einzige Bewohner „des Südens“. Mich kann man als „guter Nordmann“ ganz folgenlos zurückignorieren, ohne eine Minderung der Lebensqualität zu verspüren.

WampasAm Donnerstag ist laut Nobody der Spieler von Lurius da, so dass übermorgen Chenbar mal zusammen mit der Nichte nachforschen wird, was geplant ist. Brutus wird leider ausfallen, genau wie die Sklavin und vermutlich auch Acario. Kleine Besetzung!

Heute geht es für mich mit SWTOR weiter. Dank der US-amerikanischen Truthahn-und-Ureinwohner-Abzocke-Festivität an diesem Wochenende gibt es doppelte XP. Und das schon ab dem 27. Also ab heute. Zeit für mich, die Jedilette endlich mal wieder anzufassen. Obwohl ich prinzipiell mehr Lust auf die beiden kleinen Sith hätte … Ach, mal sehen, wohin der Wind mich treibt. In diesem Spiel levelt man sowieso so schnell, dass ich eigentlich gar kein Doppel-XP bräuchte. Aber die tausend Esshka (ich habe immer noch nicht raus, wie man die Kuh-Frosch-Killer-Aliens nun schreibt und bin in diesem Moment zu faul zum Nachsehen) auf Belsavis mit einem nicht-stealth-Char abzukürzen wäre schon nett … Von den ebenfalls tausend Gormak später auf Voss gar nicht zu reden! Corellia geht danach wieder gut und auf Makeb stehen die Mobs zwar dicht wie die Spargel, sind aber aus irgendwelchen Gründen auf meiner Nerv-Skala nicht gar so weit vorne.

Tidying_upUnd aus Balance-Gründen sollte 55er Nummer vier doch wieder die Fahne der Galaktischen Republik hochhalten. Hier oben in den Bildern übrigens mein Sith Assassin-Tank. Und Ashara, seine gefallener-Jedi-Padawan-Apprentice-Lady. Eigentlich habe ich als Gefährten lieber Andronikos Revel – den Deserteur, Piraten und Wahnsinnigen – dabei (er hat die besseren Sprüche und ich habe ein Faible für Fernkampfbegleiter … außer Vector und Torian. Die herrschen immer. Okay – und Akavi … na gut, ich habe bei meinen Sith ein Faible für Fernkampfbegleiter, der Rest benutzt fast nur die Nahkampf-DDs) aber ich möchte bei Ashara das „töte 1000 Gegner mit Ashara als Deiner Begleiterin“-Achievement machen. Andronikos hat schon ewig die tausend voll, aber mit der Togruta-Dame liege ich erst bei 750.

Also dann heute abend – Jedi-Spaß auf dem Gefängnisplaneten!

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Der Auftakt: Brennen

26. November 2013 Kommentare aus

Acario_Treffen2_aDie Planken unter seinen Füßen – Heimat. Die Erde auf der anderen Seite – … man wusste nichts. Er hatte sich hineinziehen lassen. Nein, das war nicht richtig. Er war mit dem Kopf voran hineingesprungen. Und er hatte den verdammten Verdacht, dass es nur passiert war, weil ihm langweilig gewesen war. Weil seine Nichte zwar bei Lurius Fortschritte erzielte aber Chenbar nicht naiv genug war zu glauben, dass das Mädchen, das hinter den Ohren noch grüner war als ein Piratenschiff unter vollen Segeln, Lurius in seinem eigenen Spiel an die Wand würde drücken können.

Und dass er langsam anfing, die Sache zwischen ihn und Lurius kommen zu lassen, war auch nicht gut. Vielleicht weil der junge, eifrige Krieger ihn zu sehr daran erinnerte, wie es gewesen war, als er und Lurius selbst noch jung und hungrig gewesen waren und sich die Herrschaft auf den Inseln gegriffen hatten. Damals … lange her. Heute war heute, wenn man abgedroschene Platitüden verbreiten wollte.

Dann steckte er eben jetzt mit drin. Und wenn er sich in Acario nicht sehr täuschte, verfolgte der die gleiche Ziele. Ob es auch die seines Hauses waren, konnte Chenbar nicht sagen.

Acario_Treffen2_bEr hatte Lust auf ein Risiko. Und schlimmer konnte die Lage auch nicht werden.

Irgendwie schien es fast so, als sei ihm das Leben zu langweilig geworden und nun böte sich eine glitzernd-funkelnde Möglichkeit, entweder Geschichte zu schreiben (nun, streng genommen hatte er das schon. Aber eine Wiederholung konnte nicht schaden) oder in Blut und Flammen grandios unterzugehen. Beides schien Chenbar verlockend. Wenn es ihm nur gelänge, endlich einmal unter vier (oder sechs – Brutus wusste, was Chenbar wusste) Augen mit Acario zu sprechen! Er traute der Schreiberin von Lurius nicht. Aus mehr als einem Grund.

Geduld war die Tugend eines Seesleen.

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OOC: Midlifecrisis bei Ubars. In einem friedlicheren Setting würde er sich eine Harley kaufen und für drei Monate verschwinden. Aber auf Gor läuft es anders und man denkt globaler. Jetzt wird die nächsten ein, zwei Wochen aber in dieser Hinsicht nicht viel laufen, da meine Mitstreiter immer mal wieder sonstwo sind und deshalb ein stringenter Plot vermutlich Wunschtraum bleibt. Und ob dann die Verhältnisse so sind, dass alles klappen kann, muss man noch sehen.  Hinzu kommt natürlich Adrans schöner Satz von gestern: „Ich kenne nur einen Haufen Leute, die dafür wahnsinnig genug wären …“

Ich mag epische Plots. Leider in SL meist epische Planung und dann scheiterts daran, dass Leute nicht da sind oder sonstwas ist. Trotzdem muss man es versuchen. Weil es mal so richtig, richtig cool werden könnte!

Ob ich heute Chenbar losschicke, weiß ich noch nicht. Ganzbaf fehlt, Yoel fehlt, Nobody weiß ich nicht (ich habe eine Offline-IM mit Invidias Fortschritten bekommen) und Adran scheint derzeit auch beruflich voll dran zu sein. Wäre also weder mit Entourage noch mit dem logischen nächsten Schritt (a.k.a. Acario) zuverlässig zu rechnen.

Ich werde einfach mal reinschauen – wenn niemand auf Cos ist, mit dem ich mit Chenbar sinnvoll spielen kann, hüpfe ich einfach zurück in die weit entfernte Galaxis. In der bin ich gerade immer noch heftig die Sithbrut am Leveln. Ich freue mich ziemlich über Talos Drellik, dessen fröhliche Sprüche beim Heilen jeden Kampf auf Hoth wärmer erscheinen lassen: „Are we dead y…. oh, we won!“ oder „Stop, by order of the Imperial Reclamation Service!“

Mit dem Juggernaut tue ich mich hingegen im Moment etwas schwerer. Seltsam, da der Sith Warrior schließlich auf dem US-Server meine erste Klasse auf 50 war. Vermutlich ist mir da deshalb nicht aufgefallen, wie langsam und gemächlich er Kämpfe angeht, mir fehlte einfach der Vergleich. Er ist der Stun-König schlechthin – aber die anderen Tanks schlagen ihn in Sachen Geschwindigkeit um Längen. Zum Glück habe ich Vette, die mit ihrer aggressiven Ballerei wieder viel Tempo reinholt. Aber wenn ich bei einem Bosskampf mit Captain Quinn unterwegs sein muss, zieht sich das manchmal wie Kaugummi. Nichts gegen Quinn. Ich mag die verräterische Natter.

Die Gegenstücke auf Republikseite gammeln noch vor sich hin. Ich fürchte, mein nächster 55er wird wieder auf Impseite sein …

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Das goldene Schwert der Muräne

20. November 2013 2 Kommentare

Schiff_Togaparty_aEr behielt den Schluck Wein länger im Mund als nötig. Nahm die Aromen auf, die Schwere, die von der roten Erde und dem salzigen Wind erzählte. Er hatte nie besseren Wein getrunken. Das allein wäre ein Grund, sich Cos … nein. Chenbar lächelte und lehnte sich zurück. Die milde Nachtluft, ein Hauch von See hinauf aufs Land, ließ die Flamme der Öllampe kurz zur Seite springen. Sie saßen auf Chenbars Lieblingsplatz: Auf dem Deckkastell der Hasta; freier Blick über den Hafen, die Insel und die Thassa. Brutus schwieg, drehte seinen Weinkelch in den Fingern, sah zu seinem Ubar.

Was hatte gesagt werden müssen, war gesagt.

Schiff_Togaparty_bEin goldenes Schwert … was daran hing war nur zu offensichtlich, weshalb es nicht wahr sein konnte. Chenbar nahm noch etwas Wein.

Zumindest die Scheiberin war ein einfacher Fall gewesen und Brutus´ Befürchtungen hatten sich nicht bewahrheitet. Oder wenigstens nicht so, wie er es zu Anfang geglaubt hatte. Kein Mann verbarg sch unter den blauen Roben und hinter dichten Schleiern. Aber das bedeutete natürlich nicht, dass Lurius sich damit keine Laus in den Pelz geholt hatte. Die Schreiberin war neu und damit in Chenbars Augen immer ein Risiko. Ach, er wurde paranoid mit all´ dieser Politik! Noch ein Schluck des Ta-Blutes.

Schiff_Togaparty_cAber wer würde es ihm verdenken? Lurius kochte seine Suppe, ohne die Verbündeten als mehr denn Truppenlieferanten zu betrachten. Und Chenbar war zu weit in die Sache verstrickt, um jetzt noch einen sauberen Rückzieher machen zu können, der die Streitkräfte der Inseln nicht sofort in einen Bruderkrieg stürzen und damit den Sleens vom Festland zur leichten Beute machen würde. Er hing mit drin. Bis zum Hals. Und das letzte Mal war er dafür für ein paar Monate in Port Kar im Kerker gelandet. Nicht gerade die Erholung vom Alltag, die er zu wiederholen wünschte.

War dann dieser Acario nicht ein Wink des Schicksals? Eine vorsichtige Botschaft, dass die Vorstellung, aus undurchsichtigen Gründen eine Fehde über einen ganzen Kontinent zu tragen, den Adligen von Cos nicht wirklich glatt den Hals hinunterging? Aber die Familien des Archipels waren ein verdammtes Vipernnest. Schon immer gewesen. Würde Chenbar sich mit denen auf einen Tanz einlassen, dürfte er die nächste Zeit nur noch mit offenen Augen schlafen. Andererseits – konnte die Situation noch verfahrener werden?

Er würde den Krieger aus Jad mit dem lächerlichen Geschenk aus Gold empfangen. Und konnte nur hoffen, dass die Erziehung zu Politik den Kerl das Spiel nicht vor den Gewinn setzen ließ …

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Weiter mit OOC! Gestern also der Beginn eines politischen Plots. Das ist eine nette Abwechslung vom geradeaus-RP mit den Freibeutern. Man hat zwei völlig verschiedene Perspektiven, jede auf ihre Art faszinierend. Jetzt muss ich demnächst mal das Muränenwappen der Familie von Acario basteln. Ich sollte es vorher nur schaffen, dieses Meme aus dem Kopf zu bekommen … Bad-Joke-Coat-of-Arms. Eine Idee habe ich natürlich schon (so schwer ist das auch nicht), nur das Farbschema fehlt noch. Ich dachte an Petrol (wegen grüner Thassa) für den Hintergrund und Silber (wegen der silbernen Zunge) für die Muräne.

In SWTOR habe ich weiter Geld gesammelt, wieder einmal festgestellt, dass Dailies auf Imp-Seite deutlich angenehmer zu machen sind (keine Ahnung warum die auf Pub-Seite so nervig gestaltet sind!) und bin nun fast soweit, mir ein Varactyl leisten zu können. Wenn ich alles Geld auf einen Charakter werfe. Und wenn es ein besonders günstiges Varactyl im GTN gibt. Manchmal passiert das. Also muss ich abwarten.

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Politische Spielchen – für die Familie

8. November 2013 6 Kommentare

Chenbar_Ankunft_aDie Blätter der reifenden Ta-Trauben dufteten herb und nach dem rotgoldenen Staub unter den Füßen des Ubar von Tyros, als er kurz an der Klippe über Selnar anhielt, um seinen Blick über die Bucht schweifen zu lassen. Die nimmermüden Möwen der Thassa riefen hier so klagend wie zu Hause. Und das Blaugrün der Wellen war auf Cos so gläsern-schön wie vor den Mauern von Kasra. Damit hatten sich die Gemeinsamkeiten auch schon. Waren die Felsen auf Tyros kalkweiß und die Erde dunkel, so gab es hier auf Cos den Boden von der Farbe geronnenen Blutes und die graubraunen Klippen. Reiften auf Cos die Trauben so prall wie die Ärsche der Sklavinnen aus der Tahari, suchten sich auf Tyros die Verr ihr Gras in spärlichen Büscheln zwischen windverdrehten Korkeichen.

Chenbar riss eine Handvoll Trauben von den schulterhohen Stöcken. Er sah sich noch einmal zu Lurius´ Residenz um, die so feist wie ihr Besitzer auf dem höchsten Punkt der Insel thronte. Keinerlei Bedenken wegen Invidia. Das Mädchen hatte sich hervorragend verkauft und Lurius genug beeindruckt, dass er sie nicht nur als wertvolle Verbindung nach Tyros sah, sondern wohl auch als ein Schmuckstück, das als Gefährtin mehr konnte, als seinen Ruhm zu mehren. Diesmal würde es klappen. Und um sicherzugehen hatte Chenbar seinen verlässlichen Adjutanten Brutus bei ihr gelassen. Keine Zwischenfälle mehr. Kein plötzliches Knien mit Kragen. Invidia würde die Ubara von Cos.

Er drehte sich wieder um. Machte sich wieder auf, den steilen Weg zum Hafen hinunterzugehen. Seine Sandalen ließen winzige rote Kiesel aufspringen. Grillen zirpten monoton in der abkühlenden Abendluft. Lurius hatte ihm selbstverständlich keine Antworten gegeben. Hatte sich aus Fragen gewunden und seltsame Legenden eingestreut. Natürlich hätte Chenbar ähnlich gehandelt. Sie mochten seit Jahrzehnten Verbündete sein – aber beide erinnerten sich noch zu gut an die Zeiten, als die Flotten von Tyros und Cos sich nicht als Freunde begegnet waren.

Chenbar_Ankunft_bUnd zuzugeben, dass man sich vielleicht überhoben hatte war gefährlich, wenn Tyros derzeit noch mehr als zwei Drittel seiner Krieger im Bereich des Archipels hatte, während die Rarii von Cos sich entlang des Vosk dünner verteilten als Marmelade auf dem Brot eines Tagelöhners. Natürlich war Chenbar ein Mann von Ehre und würde nun nicht im Handstreich Cos einnehmen. Das wäre unklug. Aber einen Moment die Phantasie spielen lassen musste erlaubt sein.

Er steckte sich eine der Trauben in den Mund und genoss das Alleinsein, während ihn seine Füße weiter zur Stadt hinunter trugen.

Der Gefangene, den Trajanos angeschleppt hatte, schien Lurius äußerlich nicht zu beunruhigen. Aber Chenbar kannte den bulligen Herrscher dieser Insel schon lange genug um zu wissen, dass Lurius die Geduld und mimische Kontrolle eines Tharlarions hatte. Er würde sich nicht einmal etwas anmerken lassen, wenn ihm jemand die Robe in Flammen setzte. Dass der Gefangene in den Palast gebracht worden war statt in der Zitadelle verhört zu werden, sagte schon genug aus. Gut, dass Brutus dort geblieben war. Er würde für Chenbar Augen und Ohren sein.

Trotzdem war es Zeit, Berichte einzuholen. Die Fühler auszustrecken. Er war bündnistreu, das war sicher. Seine Ehre band ihn mit Stahl an Cos. Aber er würde seine Krieger nicht blindlings für Lurius´ Großmachtphantasien ins Verderben schicken. Informationen … das war der Schlüssel. Er wünschte, seine zuverlässigste Spionin wäre nicht schon so lange abgängig, dass er sie mit ziemlicher Sicherheit abschreiben konnte. Vielleicht sollte er die Reise nach Ar auf sich nehmen, um sich selbst ein Bild zu machen. Lurius´ Zuckerworte hin oder her.

Er würde noch etwas Zeit auf Cos verbringen. Immerhin galt es, seine Nichte ordnungsgemäß an Lurius zu verschachern. Zeit genug, Dinge herauszufinden. Und dann zu entscheiden.

Er hätte sich von Lurius diese Pani-Sklavin mitgeben lassen sollen. Ihm war nach Entspannung und ihre milchweise Haut mit den blauen Adern darunter hatte ihm gefallen.

Die Süße der Traube in seinem Mund war fast widerwärtig.

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Weiter mit OOC. Oh Mann – ich wusste gar nicht, dass ich Politik vermisst habe! Und in Lydius konnte man das Ganze auch nicht so auspielen, da das diktatorische Element eines Ubarats gefehlt hat. Ja, ich hatte Spaß an Chenbar. Ja, ich werde ihn auf jeden Fall weiterspielen. Ich denke, Nobody als Invidia hatte auch Freude an ihrer Rolle als politisch intrigierende Hochkastige – nur bei Ganzbaf bin ich mir nicht sicher, ob der so glücklich war. Brutus ist ihm vermutlich (noch) zu straight-ahead und ehrenhaft. Andererseits spricht ja nichts gegen einen doppelten Boden. Wer mit Chenbar „nach oben“ gekommen ist, war garantiert früher mal eher mit dem Bodensatz der Gesellschaft unterwegs.

Schade, dass der geplante Ausflug gestern nichts wurde. Aber wenn die Leute, zu denen man möchte, plötzlich hellseherische Kräfte entwickeln, lässt der Spaßfaktor doch etwas nach. Ich gebe allerdings zu, nicht ganz verstanden zu haben, an was es nun hing. Naja, wir hatten auch zu Hause Spaß. Und Cos war voll genug, dass ich Deferred Rendering ausmachen musste, weil ich sonst auf 4 FPS gefallen wäre, was nicht eben spielbar ist.

Heute abend geht es mit den Freibeutern weiter. Samstag bin ich vielleicht RL unterwegs, kann also nur zu 50% sagen, dass ich dann mit Chenbar da wäre. Aber Sonntag werde ich Chenbar wieder spielen. Also – wer Interesse hat, der Ubar ist so etwa ab 19 Uhr wieder da.

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The snares are laid and baited for the approaching of the hour

7. November 2013 8 Kommentare

Chenbar_KriegerWie es aussieht werde ich heute abend tatsächlich mal ausprobieren, ob mir Chenbar Spaß macht. Es ist erst einmal ein Experiment und ausschließlich für nebenbei gedacht – aber da wir nur zwei Tage in der Woche Freibeuter-RP haben, ist für mich noch genug Zeit für solche Spielereien.

Wie man hier oben im Bild sieht, habe ich auch schon Unterstützung in Form von Ganzbaf, der sich fix zu einem Rarius umgebaut hat. Ich glaube, ich habe ihn etwas verstimmt, als ich seine erste Namensidee vorsichtig für nicht ganz so optimal befunden habe. Aber ich bin sicher, mit dem ein oder anderen Buchstabenweglassen oder so kann man da etwas draus basteln.

Chenbar_SchiffIch werde heute abend ab 19 Uhr auf Cos sein. Und dann gilt: mal sehen. Ich habe noch keine Vorstellung, wie und ob das etwas werden kann. Da sich aber noch jemand geheimnisvolles (ich weiß nicht, ob ich den Namen schon publik machen darf? Tanja isses diesmal nicht, ich schwör´! Die hat abgewunken) bei mir gemeldet hat, die aber heute wahrscheinlich noch nicht da sein kann, wird es zumindest noch einen Auftritt von Chenbar geben, unabhängig davon, ob ich heute daran Freude habe oder nicht. Außerdem hatte Adran einen Anfall bizarrer Heiterkeit, kann heute auch nicht, möchte aber etwas im Dunstkreis des tyrosischen Ubar spielen, das mehr „s“ hat als die mongolische Hauptstadt „a“s. Ich habe den vagen Verdacht, dass er sicher auch versuchen wird, mich ein wenig in dieser Rolle Meta-zu-ärgern. Aber erstens ist er einer der Wenigen, denen ich das nicht übel nehme (vor allem weil ich weiß, dass ihm die Flachpfeifen, die das ernsthaft tun, mindestens genauso auf den Zeiger gehen wie mir) und zweitens ist es nur Spaß.

Ich habe gestern jedenfalls den Herrn Ubar ausgehfertig gemacht. Das Gladius durch etwas ersetzt, das besser zu einem fiesen Arsch passt, die Fernwaffe ganz buchgerecht zu Dolchen geändert und weil ich Hosen unter Tuniken für die Antike für mich persönlich nur bei Reiterstaffeln durchgehen lassen möchte, ein neues Alphalayer gebastelt, damit ich das Outfit auch hosenlos und mit Sandalen tragen kann. Eigentlich bräuchte der dürre Hering gar kein Alphalayer. Er könnte fast ohne herumspringen. Nur an der Rückseite der Oberarme hat es etwas geblitzt, also habe ich da dann doch ein recht großzügiges Layer erstellt. (Kann ich das Wort „Blitzer“ außerhalb des Grafik-Druckerei-Zusammenhangs als bekannt voraussetzen? Vermutlich nicht unbedingt. Eigentlich ist damit gemeint, wenn sich durch das Verschieben von Druckfilmen kleine Bereiche ergeben, in denen die Papierfarbe ungewollt sichtbar ist. Oder die daruntergedruckte Farbe. Am häufigsten sieht man das bei Schwarz, wenn es nicht auf Überdrucken gesetzt ist. Überdrucken bedeutet, dass die darunterliegende Farbe durchgehend ist. Gnarf … ich bin pädagogisch knapp an der Nulllinie. Sollte es wider Erwarten jemanden interessieren – einfach mal hier nachlesen)

Ich sollte die komplette Aequitas in einen Rezzer packen, nicht nur die Deko. Und dann als zweite Option das Flaggschiff des Seesleen reinhauen (wer so einen Beinamen trägt ist sicher angenehm nautisch veranlagt). Aber mich gruselt die Vorstellung, nochmal alles umzubauen und herumzuschrauben … Andererseits – falls das mit Chenbar etwas wird, kann ich mir die Arbeit ruhig mal machen.

Und damit das Songtext-Zitat nicht so nackt und bloß im Post-Titel steht, gibt´s das Lied noch dazu.

Passt nicht? Midoegal!

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Man weiß es nicht – aber kann es versuchen: Eine Stellenanzeige

6. November 2013 13 Kommentare

ChenbarBeschreibungen und Realität sind immer so eine Sache. Gerade in Second Life bekommt man nicht alles so hin, wie es denn nun aussehen sollte.

Ich habe gestern, da man in SL dank irgendwelcher Wartungsarbeiten, die ständig Sims abschalteten und dafür sorgten, dass ich eine zeitlang immer nur ein Attachment am ganzen Körper tragen durfte, nicht viel machen konnte, mal den Herrn Chenbar von der Insel Tyros gebaut. Oder es zumindest redlich versucht. Der Beschreibung in „Raiders“ nach ist er schlank, sehnig und hat anscheinend den Tick, irgendwas mit den Händen zu machen („nervous hands“), vermutlich Fingerknöchelknacken oder so. Meine Recherche war eher stichpunktartig. Ich hatte verdrängt, wie grottig die Bücher geschrieben sind. Meine Fresse … Nebensätze sucht man mit der Lupe, er hat einen Setzkasten von etwa fünf Adverbien, die er immer wieder einstreut wie Schnittlauch in die Suppe, seine Figuren sind in etwa so überraschend und tief wie der Plot eines Amateurpornos und … ach, was rede ich! Weiß jeder, der sich den Hirnfick angetan hat. Muss ich nicht nochmal breitreten.

In Second Life einen schlanken Typen zu bauen ist recht einfach. Steckt man ihn dann aber in Klamotten, ist er ruckzuck wieder bullig. Obwohl es noch einigermaßen geht, wie man an dem Bild hier oben sehen kann. Allzu muskulös wirkt er nun wirklich nicht. Verhältnismäßig. Klar, meine Referenz sollten nicht die üblichen Tattoo-Beefcakes mit L´oreal-Haaren sein … aber prinzipiell ist sogar Ingula dicker als der hier. Haare übrigens nach einem Jahr das erste Mal benutzt. Ich habe sie gekauft, weil Adran der festen Überzeugung ist (und das zugegebenermaßen auch immer mal wieder belegt), dass diese Redgrave-Frise in Sachen Kurzhaar absolut praktisch ist.

Aber was soll nun der Posttitel?

Ich suche Begleitung für das morgige RP.

 

Ich habe definitiv nicht vor, Ingula als meinen Mainchar zu ersetzen – es muss aber, falls es Spaß machen sollte, keine einmalige Sache bleiben. Wer also Lust hätte, jemanden aus Chenbars Gefolge (Krieger, Leibdiener, Wächter, Mündel, Sklaven, Egalwas) zu spielen, kann mich heute abend gerne ansprechen. Chenbar werde ich nicht mit meinem Zasta-Avatar darstellen, sondern mit dem Alt. IMs also bitte an Aqrab. Oder hier im Blog einen Kommentar dalassen.

Sollte sich niemand finden, mache ich für morgen einfach ´nen cosianischen Krieger. „Generischer Schlägertyp #3“ oder so. Aber mal wieder was Politisches würde mir schon gefallen, weshalb ich Chenbar eindeutig den Vorzug geben würde. Außerdem ist er als beschriebene Figur zumindest mal teilweise spannend. Vermutlich ist das Norman aus Versehen durchgerutscht. Ein „niedrig geborener“ (was auch immer das heißen mag innerhalb eines Kastensystems, vermutlich arme Familie aber immer noch hohe Kaste) Typ, der durch Disziplin und Rücksichtslosigkeit Ubar einer Insel wurde, auf der Familie üblicherweise alles bedeutet. Er hat ausreichend verlässliche Connections, dass er nach der gescheiterten Attacke auf Port Kar vom Forkbeard befreit werden konnte und ist fiese Sau genug geblieben, dass er seine Streitigkeiten gern persönlich und mit dem Messer löst. Interessanterweise nicht mit dem Gladius. „Little would please Chenbar more than to meet you with daggers on the fighting circle of Tyros“, Marauders. 

Andererseits ist es immer schwierig, eine kanonische Figur zu spielen. Niemand möchte gerne Elminster, Amene-Horas oder Malkav persönlich darstellen. Das produziert nur Konflikte mit der Phantasie anderer Leute.

Mal sehen! Wenn sich jemand/mehrere für Chenbars „Hofstaat“ findet/en, dann spiele ich ihn mal. Wenn nicht, dann nicht!

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